Filmplakat Kardec (2019)
DramaHistorienfilm12

Kardec

"The story behind the name"

2019 1h 50min Brasilien Regie Wagner de Assis

Cine Score

6.6

Solide

94 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Kardec

1h 50min

Laufzeit

94

Zuschauerbewertungen

2019

Erscheinungsjahr

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Filmdaten zu „Kardec“

Produktionsjahr

2019

Bewertung

6.6/10

Anzahl Bewertungen

94

Genres

Drama, Historienfilm

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „Kardec“

The story of Allan Kardec, from his days as an educator to his contribution to the spiritist codification.

„Kardec“ ist ein brasilianisches historisches Biopic aus dem Jahr 2019 unter der Regie von Wagner de Assis, das entscheidende Momente aus dem Leben von Hippolyte Léon Denizard Rivail zeigt. Dieser geschätzte französische Lehrer, Pädagoge und Autor von Lehrbüchern ging unter dem Pseudonym Allan Kardec als Kodifizierer und Begründer der spiritistischen Philosophie in die Geschichte ein. Die Handlung des Films spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris, in einer Zeit, in der Europa von übernatürlichen Phänomenen wie den sogenannten „tanzenden Tischen“ oder spiritistischen Sitzungen mit Medien fasziniert war. Der Film zeigt den Weg des Protagonisten von tiefem wissenschaftlichem Skeptizismus hin zu einem vollen Engagement für die Erforschung des Lebens nach dem Tod. Die Handlung konzentriert sich auf einen kritischen Moment im Leben von Rivail, als er auf Drängen von Freunden einwilligt, an einer spiritistischen Sitzung teilzunehmen. Anfangs betrachtet er das Phänomen als eine clevere Illusion oder das Ergebnis von Manipulation, entscheidet sich jedoch als Mann der Wissenschaft, es einer strengen empirischen Untersuchung zu unterziehen. Durch Gespräche mit verschiedenen Medien und das Stellen standardisierter Fragen kommt er zu dem Schluss, dass er es mit einer realen Botschaft außermaterieller Intelligenzen zu tun hat. Um seine Unparteilichkeit und Objektivität zu wahren, nimmt er das Pseudonym Allan Kardec an und beginnt mit der akribischen Arbeit, die erhaltenen Antworten zu sammeln und zu ordnen. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist „Das Buch der Geister“, das 1857 veröffentlicht wurde. Das Werk stößt jedoch auf enormen Widerstand seitens der katholischen Kirche sowie der skeptischen staatlichen und akademischen Behörden, was Kardec zahllosen Verfolgungen und Ausgrenzungen aussetzt. In inszenatorischer Hinsicht zeichnet sich das Drama von Wagner de Assis durch eine große Liebe zum Detail bei der Rekonstruktion der historischen Realität aus. Der Regisseur, der bereits Erfolge im Genre des spiritistischen Kinos vorweisen kann (darunter den bekannten Film „Nosso Lar“), setzt auf eine klassische und zurückhaltende Erzählweise. Die Dreharbeiten fanden sowohl an authentischen Schauplätzen in Paris als auch an Sets in Brasilien statt. Szenenbild und Kostüme fangen die Atmosphäre der französischen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts perfekt ein und verbinden bürgerliche Eleganz mit der düsteren Stimmung intimer Seancen. Ein Schlüsselelement des Films ist die schauspielerische Leistung von Leonardo Medeiros, dem es gelungen ist, die innere Entwicklung des Hauptdarstellers darzustellen – seinen streng wissenschaftlichen Ansatz, seine Zweifel und seine Entschlossenheit. An seiner Seite spielt Sandra Corveloni als Amélie-Gabrielle Boudet, seine Ehefrau und treue Begleiterin, die ihn in den schwierigsten Momenten unterstützt. „Kardec“ erlangte nicht nur in seinem Heimatland Brasilien Bekanntheit, wo der Spiritismus eine riesige Anhängerschaft hat, sondern durch den internationalen Vertrieb auf Netflix auch weltweit. Der Film ist nicht nur eine biografische Adaptation, sondern auch eine universelle Geschichte über Zivilcourage, das Streben nach Wahrheit entgegen herrschenden Dogmen und die Suche nach Antworten auf fundamentale Fragen der menschlichen Existenz und Sterblichkeit.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Kardec“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Wagner de Assis

Wagner de Assis

Regie · Drehbuch

Foto – Nonato Estrela

Nonato Estrela

Kamera

Foto – Trevor Gureckis

Trevor Gureckis

Musik

Besetzung

Foto – Leonardo Medeiros

Leonardo Medeiros

als Rivail / Kardec

Foto – Sandra Corveloni

Sandra Corveloni

als Amélie

Foto – Dalton Vigh

Dalton Vigh

als Sr. Dufaux

Foto – Julia Konrad

Julia Konrad

als Ruth-Celine

Foto – Júlia Svacinna

Júlia Svacinna

als Caroline

Foto – Genézio de Barros

Genézio de Barros

als Padre Boutin

Foto – Charles Fricks

Charles Fricks

als Charles Baudin

Foto – Guida Vianna

Guida Vianna

als Madame Plainemaison

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionConspiração Filmes
ProduktionslandBrasilien
OriginalsprachePortugiesisch
Erscheinungsdatum16. Mai 2019
Laufzeit1h 50min
Altersfreigabe12
Budget–
Einspielergebnis–

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Kardec“ wusstest

  • 01Der Film basiert auf der Biografie „Kardec – A Biografia“ des brasilianischen Journalisten und Autors Marcel Souto Maior.
  • 02Der Film wurde sowohl in Frankreich (in Paris) als auch in Brasilien (u. a. in Rio de Janeiro) gedreht, um die französische Hauptstadt des 19. Jahrhunderts getreu nachzubilden.
  • 03Regisseur Wagner de Assis führte zuvor Regie bei dem populären brasilianischen spiritistischen Film „Nosso Lar“ (2010).
  • 04Die Rolle der Ehefrau des Hauptdarstellers, Amélie-Gabrielle Boudet, übernahm Sandra Corveloni, die 2008 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.

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