Filmplakat Marshall (2017)
Drama16

Marshall

"Das Gesetz machte ihn zu einer Legende. Ein Fall machte ihn berühmt."

2017 1h 58min Hongkong Regie Reginald Hudlin

Cine Score

7.2

Sehr gut

685 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Marshall

1h 58min

Laufzeit

685

Zuschauerbewertungen

1

Nominierungen

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Filmdaten zu „Marshall“

Produktionsjahr

2017

Bewertung

7.2/10

Anzahl Bewertungen

685

Genres

Drama

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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* Daten zur Verfügbarkeit: JustWatch über TMDB. Cinefy verlinkt nicht auf illegale Quellen.

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2/2 Fragen

Filmbeschreibung zu „Marshall“

Thurgood Marshall wird einst der erste schwarze Richter im US-amerikanischen Supreme Court werden. Doch am Anfang seiner Karriere als Anwalt ist es bis dorthin noch ein weiter Weg für ihn. Dennoch ist es ein ganz besonderer Gerichtsprozess, der in den 1930ern die Weichen für Marshalls weitere Karriere stellt. Die Welt steht kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Die NAACP (National Association for the Advancement of Colored People), also die Vereinigung zur Förderung und Unterstützung Farbiger in den USA, ist fast bankrott, was nichts Gutes für den schwarzen Anwalt Thurgood Marshall bedeutet. Er wird ins konservative Connecticut entsendet, wo er einen schwarzen Chauffeur gegen dessen reichen weißen Arbeitgeber verteidigen soll. Seinem Klienten wird Vergewaltigung und versuchter Mord vorgeworfen.

„Marshall“ aus dem Jahr 2017 unter der Regie von Reginald Hudlin ist ein spannungsgeladenes Gerichtsdrama, das vom Schema eines traditionellen Biografie-Films abweicht. Anstatt das gesamte Leben von Thurgood Marshall darzustellen – von seinen wegweisenden Siegen in Fällen zur Rassentrennung bis hin zu seiner Arbeit als erster schwarzer Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten – beschlossen die Macher, eine frühe, äußerst wichtige Episode aus seiner Karriere zu beleuchten. Das Drehbuch, verfasst von dem erfahrenen Anwalt Michael Koskoff und seinem Sohn Jacob, konzentriert sich auf einen einzelnen, komplexen Fall aus dem Jahr 1941 und zeichnet ein mitreißendes Porträt eines jungen, charismatischen Bürgerrechtlers. Die Handlung des Films führt uns in den konservativen Bundesstaat Connecticut. Thurgood Marshall, der zu dieser Zeit als einziger Prozessanwalt der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) tätig ist, wird entsandt, um Joseph Spell zu verteidigen. Der schwarze Butler wurde von seiner reichen, weißen Arbeitgeberin Eleanor Strubing der Vergewaltigung und des versuchten Mordes beschuldigt. Aufgrund lokaler Verfahrensvorschriften darf Marshall vor dem örtlichen Gericht nicht selbstständig ohne die Unterstützung eines Mitglieds der lokalen Anwaltskammer sprechen. Sein Zweckpartner wird Sam Friedman – ein jüdischer Anwalt, der sich bislang auf Versicherungsrecht spezialisiert hat und noch nie zuvor einen Strafprozess geführt hat. Gemeinsam müssen sie sich rassistischen Vorurteilen, einer rassistischen Hetze der Medien und einem feindseligen Richter stellen. Inszenatorisch verbindet der Film Merkmale eines klassischen Gerichtsdramas mit Elementen eines Buddy-Movies. Regisseur Reginald Hudlin baut gekonnt die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren auf und zeigt die Evolution ihrer Beziehung von einer rauen Zusammenarbeit zu gegenseitigem Respekt und Freundschaft. Die Kameraarbeit von Newton Thomas Sigel fängt die schwüle, angespannte Atmosphäre der US-amerikanischen Provinz der 1940er Jahre ein, während die Musik von Marcus Miller dem Ganzen Eleganz und einen jazzigen Charakter verleiht. Abgerundet wird das Ganze durch den ergreifenden Song „Stand Up for Something“, der die moralische Botschaft der Produktion unterstreicht. Chadwick Bosemans Darstellung von Marshall sprüht vor Selbstbewusstsein, Witz und Charisma und harmoniert perfekt mit Josh Gads zurückhaltender, ausgewogener Rolle als Sam Friedman. In den Nebenrollen stehen ihnen Sterling K. Brown als eingeschüchterter Angeklagter und Kate Hudson in der komplexen Rolle der Eleanor Strubing hervorragend zur Seite. „Marshall“ ist nicht nur ein gekonnt inszenierter Gerichtsfilm, sondern vor allem eine universelle Geschichte über den Kampf gegen systemische Ungerechtigkeit, das kompromisslose Streben nach Wahrheit und den Mut, der nötig ist, um sich Vorurteilen entgegenzustellen.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Marshall“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Reginald Hudlin

Reginald Hudlin

Regie

Foto – Jacob Koskoff

Jacob Koskoff

Drehbuch

Foto – Newton Thomas Sigel

Newton Thomas Sigel

Kamera

Foto – Marcus Miller

Marcus Miller

Musik

Besetzung

Foto – Chadwick Boseman

Chadwick Boseman

als Thurgood Marshall

Foto – Josh Gad

Josh Gad

als Sam Friedman

Foto – Kate Hudson

Kate Hudson

als Eleanor Strubing

Foto – Sterling K. Brown

Sterling K. Brown

als Joseph Spell

Foto – James Cromwell

James Cromwell

als The Judge

Foto – Dan Stevens

Dan Stevens

als Lorin Willis

Foto – Sophia Bush

Sophia Bush

als Jennifer

Foto – Jussie Smollett

Jussie Smollett

als Langston Hughes

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionChestnut Ridge
ProduktionslandHongkong
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsdatum13. Oktober 2017
Laufzeit1h 58min
Altersfreigabe16
Budget12 Mio. USD
Einspielergebnis10 Mio. USD

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Marshall“

Oscar · 2018

Bester Song

nominierung

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Marshall“ wusstest

  • 01Das Drehbuch zum Film wurde von Michael Koskoff zusammen mit seinem Sohn Jacob geschrieben. Michael Koskoff war in Wirklichkeit ein ziviler Prozessanwalt aus Connecticut, der das im Film beschriebene lokale Rechtssystem bestens kannte.
  • 02Chadwick Boseman zögerte zunächst, die Rolle anzunehmen, da er Thurgood Marshall äußerlich nicht ähnelte (der echte Richter war größer und hatte einen helleren Teint). Regisseur Reginald Hudlin überzeugte ihn jedoch davon, dass es ihm darauf ankam, den Charakter und die Persönlichkeit des Anwalts einzufangen, statt eine perfekte Maske zu schaffen.
  • 03Die Macher verzichteten bewusst darauf, Marshalls wichtigste historische Erfolge darzustellen, wie etwa den berühmten Fall „Brown v. Board of Education“, und entschieden sich stattdessen für einen weniger bekannten Straffall zu Beginn seiner Karriere, um ihn als Anwalt in Aktion zu zeigen.
  • 04Die meisten Aufnahmen für den Film wurden in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York gedreht, wobei die dortige historische Architektur und das denkmalgeschützte Gerichtsgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert genutzt wurden.
  • 05Der Song „Stand Up for Something“, der speziell für den Film von Diane Warren und Common geschrieben wurde, erhielt eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Song.

Budget

12 Mio. USD

Einspielergebnis

10 Mio. USD

User-Kritiken

Kritiken zu „Marshall“

Was die Cinefy-Community über „Marshall“ (2017) sagt

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