Filmplakat Tape (2001)
DramaR

Tape

"Some things can't be erased."

2001 1h 27min Vereinigte Staaten Regie Richard Linklater

Cine Score

6.9

Solide

249 Stimmen
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Filmplakat Tape

1h 27min

Laufzeit

249

Zuschauerbewertungen

1

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Tape“

Produktionsjahr

2001

Bewertung

6.9/10

Anzahl Bewertungen

249

Genres

Drama

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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* Daten zur Verfügbarkeit: JustWatch über TMDB. Cinefy verlinkt nicht auf illegale Quellen.

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2/2 Fragen

Filmbeschreibung zu „Tape“

Drei ehemalige Schulfreunde begegnen sich nach zehn Jahren wieder in einem kleinen Kaff in Michigan. Dabei kommt langsam ans Tageslicht, daß in den letzten Tagen ihrer gemeinsamen Zeit an der High School etwas geschehen ist, das niemand der drei richtig verarbeiten konnte.

„Tape“ (2001) unter der Regie von Richard Linklater ist ein prägnantes, intimes psychologisches Drama und die Verfilmung eines Theaterstücks von Stephen Belber. Der Schöpfer der kultigen „Before“-Trilogie und von „Dazed and Confused“ griff einmal mehr zu einer experimentellen Erzählform und schuf ein äußerst kondensiertes Werk, das in Echtzeit abläuft und auf einen einzigen Raum beschränkt ist. Der Film entstand in einer Phase, in der der Regisseur intensiv nach neuen Ausdrucksmitteln im Unabhängigen Kino suchte, was auch zu dem etwa zeitgleich entstandenen, digital animierten Film „Waking Life“ führte. Die Handlung konzentriert sich auf drei Personen, die sich seit ihrer Schulzeit in Lansing, Michigan, kennen. Vince, ein chaotischer und impulsiver Marihuanadealer, trifft sich in einem Motelzimmer mit seinem ehemaligen Freund Jon, der als vielversprechender Regisseur des Unabhängigen Kinos Erfolg hat. Das zunächst harmlose Gespräch über alte Zeiten und Kunst verwandelt sich schnell in ein dichtes psychologisches Spiel. Vince beginnt, ein zehn Jahre zurückliegendes Ereignis aufzuarbeiten, das ihre gemeinsame Bekannte Amy betrifft. Während immer mehr schmerzhafte Erinnerungen ans Licht geholt werden, steigt die Spannung im verschlossenen Raum, und die vergangenen Ereignisse konfrontieren die Protagonisten mit schwierigen Fragen zu Schuld, Verdrängung und moralischer Verantwortung. In formaler Hinsicht zeichnet sich „Tape“ durch einen rauen, fast dokumentarischen Stil aus. Linklater entschied sich für den Einsatz leichter digitaler MiniDV-Kameras, was dem Kameramann ein uneingeschränktes Manövrieren auf extrem engem Raum ermöglichte. Die Kamera folgt den Figuren unaufhörlich, nähert sich ihren Gesichtern und fängt kleinste Gesten ein, was das Gefühl von Klaustrophobie und Beengtheit noch verstärkt. Das Fehlen einer traditionellen Filmmusik unterstreicht zusätzlich die Authentizität der dargestellten Ereignisse und verlagert das gesamte dramatische Gewicht auf die dynamischen Dialoge und das Schauspiel. Die Stärke des Films liegt in seinem hervorragenden Darsteller-Trio. Ethan Hawke verkörpert die Figur des Vince mit erstaunlicher Energie und Neurose und verleiht ihm sowohl Komik als auch eine bedrohliche Unberechenbarkeit. Robert Sean Leonard steht ihm als zurückhaltender und scheinbar gefasster Jon hervorragend zur Seite. Uma Thurman bringt in der zweiten Hälfte des Films in der Rolle der Amy eine außergewöhnliche Reife, Charisma und Gelassenheit ein und stellt das Kräfteverhältnis zwischen den Männern völlig auf den Kopf. „Tape“ wurde von den Kritikern als inszenatorische Glanzleistung und als Beweis dafür gefeiert, wie viel Spannung mit minimalen finanziellen Mitteln aufgebaut werden kann. Linklaters Film bleibt eines der interessantesten Beispiele des US-amerikanischen Unabhängigen Kinos der frühen 2000er-Jahre, in dem die Digitaltechnik nicht zur Budgeteinsparung diente, sondern als Werkzeug zur intimen Beobachtung menschlicher Emotionen.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Tape“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Richard Linklater

Richard Linklater

Regie

Foto – Stephen Belber

Stephen Belber

Drehbuch

Foto – Maryse Alberti

Maryse Alberti

Kamera

Besetzung

Foto – Ethan Hawke

Ethan Hawke

als Vin

Foto – Robert Sean Leonard

Robert Sean Leonard

als Jon

Foto – Uma Thurman

Uma Thurman

als Amy

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionDetour Filmproduction
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsdatum2. November 2001
Laufzeit1h 27min
AltersfreigabeR
Budget100 Tsd. USD
Einspielergebnis490 Tsd. USD

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Tape“

Internationale Filmfestspiele von Venedig · 2001

Laterna Magica Award

gewonnen

Independent Spirit Awards · 2002

Beste Nebendarstellerin (Uma Thurman)

nominierung

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Tape“ wusstest

  • 01Der Film wurde in nur 6 Tagen in einem kleinen, als Motelzimmer hergerichteten Raum gedreht.
  • 02Für die Dreharbeiten wurden digitale MiniDV-Kameras (Sony DCR-VX1000) verwendet, was dem Bild einen körnigen, rauen Charakter verleiht und ein freies Operieren der Kamera auf engem Raum ermöglichte.
  • 03Das Drehbuch des Films basiert auf einem Einakter von Stephen Belber, der seinen Text persönlich für die Leinwand adaptierte.
  • 04Ethan Hawke und Uma Thurman, die im Film Schlüsselrollen spielten, waren während der Dreharbeiten im echten Leben miteinander verheiratet.
  • 05Ethan Hawke und Robert Sean Leonard waren seit ihrem gemeinsamen Auftritt im Film „Der Club der toten Dichter“ (1989) privat befreundet und hatten zuvor gemeinsam die New Yorker Theatergruppe Malaparte gegründet.
  • 06Die gesamte Handlung des Films spielt in Echtzeit und verlässt nicht die Wände eines einzelnen Hotelzimmers.

Budget

100 Tsd. USD

Einspielergebnis

490 Tsd. USD

User-Kritiken

Kritiken zu „Tape“

Was die Cinefy-Community über „Tape“ (2001) sagt

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