Cine Score
Solide
76 Stimmen
auf einer Skala 1–10

1h 38min
Laufzeit
76
Zuschauerbewertungen
2005
Erscheinungsjahr
Filmdaten zu „Wal Mart - Der Hohe Preis der Niedrigpreise“
Produktionsjahr
2005
Bewertung
6.3/10
Anzahl Bewertungen
76
Genres
Dokumentarfilm
* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.
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2/2 FragenFilmbeschreibung zu „Wal Mart - Der Hohe Preis der Niedrigpreise“
Durch seine Niedrigpreise gelang es dem Wal Mart Konzern, unzählige kleinere Läden aus dem Geschäft zu drängen. Ehemalige Besitzer und Mitarbeiter dieser Läden kommen ebenso zu Wort wie Ex-Mitarbeiter des Konzerns, die u.a. von Ausbeutung, unbezahlten Überstunden, Diskriminierung sowie massiven anti-gewerkschaftlichen Aktivitäten berichten. Neben anderen Problemen wird auch die Situation in den asiatischen Fabriken gezeigt, in denen Arbeiter sieben Tage die Woche für Hungerlöhne dafür sorgen, dass Wal Mart seine Waren zu Billigpreisen anbieten kann.
„Wal-Mart: The High Cost of Low Price“ aus dem Jahr 2005 unter der Regie von Robert Greenwald ist eine der kompromisslosesten und aufsehenerregendsten sozial engagierten Dokumentationen des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. Der Film unternimmt eine kritische Analyse der Aktivitäten des US-amerikanischen Handelsgiganten Wal-Mart und untersucht den Einfluss des Konzerns auf lokale Gemeinschaften, die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt sowie das Leben einzelner Mitarbeiter. Greenwald, bekannt für die Erstellung von Filmen mit aktivistischem Einschlag, zeigt die Schattenseite des beliebten Konzepts der „jeden Tag niedrigen Preise“ und stellt die Frage nach den wahren Kosten, die die Gesellschaft für den geschäftlichen Erfolg des Handelsriesen zahlt. Die Narrative des Films stützt sich auf zahlreiche Interviews mit ehemaligen und derzeitigen Mitarbeitern der Kette, Besitzern kleiner Familienunternehmen, Aktivisten und Marktexperten. Die Filmemacher beleuchten eine Reihe kontroverser Praktiken, die dem Konzern zugeschrieben werden. Zu den angesprochenen Themen gehören unter anderem das Phänomen des Niedergangs von Kleinstädten und traditionellen Geschäften nach der Eröffnung eines Supermarkts, extrem niedrige Löhne, die die Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter auf die Schultern des staatlichen Sozialhilfesystems verlagern, die aggressive Unterdrückung von Gewerkschaftsinitiativen sowie Einsparungen bei der Sicherheit der Kunden. Die Dokumentation bietet auch eine globale Perspektive und zeigt die schwierigen Arbeitsbedingungen in ausländischen Fabriken, die Waren für die Regale der Märkte liefern. Aus formaler Sicht ist der Film ein klassisches Beispiel für investigativen Journalismus kombiniert mit Filmaktivismus. Greenwald setzt auf einen klaren, dynamischen Schnitt, ergänzt durch Archivmaterialien, interne Konzerndokumente sowie statistische Daten, die das Ausmaß der beschriebenen Phänomene veranschaulichen. Der Soundtrack und die Kameraarbeit haben einen strikt funktionalen Charakter, der die Authentizität der Aussagen der Protagonisten unterstreicht. Es sind gerade die persönlichen Geschichten – voller Enttäuschung, aber auch voller Entschlossenheit im Kampf um die eigenen Rechte –, die das emotionale Fundament der gesamten Produktion bilden. Die Premiere des Films sorgte für großes Aufsehen in den Medien und scharfe Reaktionen seitens der Wal-Mart-Führung, die eine spezielle Public-Relations-Kampagne organisierte, um die Glaubwürdigkeit der Dokumentation zu untergraben. Ein wesentliches Element des Erfolgs des Films war die unkonventionelle Vertriebsstrategie – anstatt sich ausschließlich auf traditionelle Kinos zu verlassen, organisierten die Macher Tausende von Vorführungen in Privathäusern, Kirchen, Schulen und Gewerkschaftssitzen in ganz Amerika. „Wal-Mart: The High Cost of Low Price“ bleibt eine äußerst wichtige Stimme in der Diskussion über Wirtschaftsethik und Unternehmensverantwortung.
Besetzung & Stab
Wer hinter „Wal Mart - Der Hohe Preis der Niedrigpreise“ steckt
Stab

Robert Greenwald
Regie

Kristy Tully
Kamera

John Frizzell
Musik
Besetzung

Lee Scott
als Himself - President & CEO of Wal-Mart (archive footage)

Don Hunter
als Himself - H&H Hardware Owner

Jon Hunter
als Himself - Son of Don Hunter

Jeremy Hunter
als Himself - Son of Jon Hunter

Matt Hunter
als Himself - Son of Jon Hunter

Johnny Faenza
als Himself - H&H Hardware Employee

Frank Mormino
als Himself - Owner of Middlefield Tire

John Bruening
als Himself - Owner of Geauga Vision (as Dr. John Bruening)
Technische Daten
Produktion & Details
Fakten vom Set
Was du noch nicht über „Wal Mart - Der Hohe Preis der Niedrigpreise“ wusstest
- 01Die Macher des Films und die Organisation Brave New Films nutzten ein einzigartiges Modell des Community-Vertriebs – in der Premierenwoche wurden über 7000 unabhängige Vorführungen in Privathäusern, Kirchen, Schulen und Gewerkschaftssitzen in ganz Amerika organisiert.
- 02Als Reaktion auf den Film richtete der Wal-Mart-Konzern einen speziellen PR-Krisenstab ein und engagierte die Agentur Edelman, um offizielle Materialien zur Widerlegung der in der Dokumentation erhobenen Vorwürfe vorzubereiten.
- 03Wal-Mart veröffentlichte ein eigenes, mehrminütiges Videomaterial sowie eine spezielle Informationsbroschüre für Mitarbeiter und Medien, in der die Richtigkeit der vom Regisseur dargestellten Geschichten detailliert infrage gestellt wurde.
- 04Die Vorführungen der Dokumentation in vielen US-amerikanischen Städten dienten lokalen Aktivisten als Werkzeug, um Pläne für den Bau neuer Supermärkte dieser Kette in ihrer Nachbarschaft zu blockieren.
- 05Der Regisseur Robert Greenwald analysierte während der Arbeit an dem Film zusammen mit seinem Team hunderte Stunden Videomaterial sowie tausende Seiten interner Dokumente und Mitarbeiterberichte.
User-Kritiken
Kritiken zu „Wal Mart - Der Hohe Preis der Niedrigpreise“
Was die Cinefy-Community über „Wal Mart - Der Hohe Preis der Niedrigpreise“ (2005) sagt
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