
In der Cinefy-Datenbank findest du 16 filmów mit dieser Person (1956–2021).
16
Filme in der Datenbank
16
Schauspielrollen
6.8
Durchschnittsbewertung
1956–2021
Aktive Jahre
Bekannt aus
Biografie
Michel Bouquet (6. November 1925 – 13. April 2022) war ein französischer Bühnen- und Filmschauspieler. Von 1947 bis 2020 wirkte er in über 100 Filmen mit. Für seine Rolle in „Toto der Held“ wurde er 1991 mit dem Europäischen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Für „Wie ich meinen Vater umbrachte“ (2001) und „Der letzte Mitterrand“ (2005) erhielt er jeweils den César als Bester Hauptdarsteller. 1998 wurde er für „Die Côtelettes“ mit dem Molière-Preis als Bester Schauspieler geehrt, 2005 dann erneut für „Der König geht“. 2014 wurde ihm für sein Lebenswerk der Ehren-Molière-Preis verliehen. 2018 erhielt er das Großkreuz der Ehrenlegion.
Michel François Pierre Bouquet wurde am 6. November 1925 in Paris geboren. Mit sieben Jahren wurde er in ein Internat geschickt, wo er bis zu seinem 14. Lebensjahr blieb. Er wollte Arzt werden, musste die Schule aber mit 15 abbrechen, nachdem sein Vater im Zweiten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft geraten war. Bouquet arbeitete zunächst als Bäckerlehrling und später als Bankangestellter, um seine Familie zu ernähren. Nach einem kurzen Aufenthalt in Lyon kehrte er mit seiner Mutter nach Paris zurück. Marie Bouquet begeisterte sich für das Theater, und dies half dem jungen Bouquet, seine Berufung zu finden. Er nahm Schauspielunterricht bei Maurice Escande, einem Mitglied der Comédie-Française, und gab 1944 sein Bühnendebüt in dem Stück „La première étape“. Anschließend studierte er am Pariser Konservatorium für Schauspielkunst, wo er Gérard Philippe kennenlernte.
Mitte der 1940er-Jahre begann Michel Bouquet mit dem Dramatiker Jean Anouilh und dem Regisseur André Barsacq zusammenzuarbeiten, die Stücke im Théâtre de l'Atelier in Montmartre inszenierten. 1946 gab Anouilh Bouquet eine Rolle in „Roméo und Jeannette“, gefolgt von „Das Rendez-vous von Senlis“ und „Die Einladung ins Schloss“ im Jahr 1947. In den 1950er-Jahren lernte der Schauspieler den Regisseur Jean Vilar kennen, mit dem er häufig zusammenarbeitete. Bouquet spielte zahlreiche Rollen des klassischen Repertoires beim Festival d'Avignon, das Vilar 1947 ins Leben gerufen hatte (Heinrich IV. 1950, „Die Tragödie König Richards II.“ 1953 und „Der Geizige“ 1962). Bouquet arbeitete bis Anfang der 1970er-Jahre regelmäßig mit Anouilh zusammen und trug anschließend maßgeblich zur Popularisierung der Werke des britischen Autors Harold Pinter in Frankreich bei: „Die Sammlung“ (1965), „Die Geburtstagsfeier“ (1967) und „Niemandsland“ (1979).
Gleichzeitig wurde Michel Bouquet Ende der 1970er-Jahre zum Professor am Nationalen Konservatorium für Dramatische Kunst ernannt und lehrte dort bis 1990. In den 1980er- und 1990er-Jahren kehrte er an das Théâtre de l’Atelier zurück, wo er einst seine Karriere begonnen hatte. 1994 spielte er in Eugène Ionescos „Der König geht ab“, eine Rolle, die er bis 2014 immer wieder verkörperte. 1998 erhielt er den Molière-Preis als Bester Schauspieler für Bertrand Bliers „Die Côtelettes“, 2005 erneut für „Der König geht ab“. 2014 wurde ihm der Ehren-Molière für sein Lebenswerk verliehen. Ein Jahr später wurde der Schauspieler für seine Darstellung in Ronald Harwoods Stück „Taking Sides“ gefeiert. Bouquet gab 2019 seinen Bühnenabschied bekannt.
Quelle der biografischen Daten: TMDB

Nacht und Nebel
1956 · Narrator (voice) (uncredited)

Das Spielzeug
1976 · Pierre Rambal-Cochet, powerful businessman

Die untreue Frau
1969 · Charles Desvallées

Heimliche Freundschaften
1964 · Father Trennes

Elisa
1995 · Samuel

Die Braut trug schwarz
1968 · Coral

Das Geheimnis der falschen Braut
1969 · Comolli

Toto der Held
1991 · Old Thomas

Endstation Schafott
1973 · Commissioner Goitreau

Vor Einbruch der Nacht
1971 · Charles Masson

Die siebente Saite
1991 · Baugin

Die Legion der Verdammten
1982 · Inspector Javert

Renoir
2012 · Auguste Renoir

Der Riss
1970 · Ludovic Regnier

Hühnchen in Essig
1985 · Hubert Lavoisier

Villa Caprice
2021 · Marcel Germon