Filmplakat Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer (1992)
DokumentarfilmKrimiR

Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer

"The True Story of America's First Female Serial Killer"

1992 1h 27min Vereinigtes Königreich Regie Nick Broomfield

Cine Score

6.7

Solide

75 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer

1h 27min

Laufzeit

75

Zuschauerbewertungen

1992

Erscheinungsjahr

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Filmdaten zu „Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer“

Produktionsjahr

1992

Bewertung

6.7/10

Anzahl Bewertungen

75

Genres

Dokumentarfilm, Krimi

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer“

In this documentary, filmmaker Nick Broomfield follows the saga of Aileen Wuornos, a prostitute who has been accused of committing a brutal series of murders. Broomfield conducts interviews with Wuornos herself, and his crew films her trial as well as her interactions with religious fanatic Arlene Pralle, who gives Wuornos dubious advice and legally adopts her. The cameras also roll as the accused's attorney ignores the case at hand to negotiate a deal to sell his client's story.

Der 1992 erschienene Film „Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer“, inszeniert von dem geschätzten britischen Dokumentarfilmer Nick Broomfield, ist ein ergreifendes und kompromissloses Porträt der Mediatisierung der US-amerikanischen Justiz. Die Produktion konzentriert sich nicht nur auf die von Aileen Wuornos begangenen Verbrechen – eine Prostituierte, die wegen des Mordes an sieben Männern in Florida verurteilt wurde –, sondern vor allem auf das zynische und gierige Umfeld, das beschlossen hatte, mit ihrer tragischen Geschichte ein Vermögen zu verdienen. Broomfield enthüllt schonungslos die Hintergründe einer Maschinerie zur Kommerzialisierung menschlichen Unglücks, die von den Medien, selbst ernannten Schützern und sogar Polizeibeamten orchestriert wurde. Der Regisseur trifft kurz nach der Festnahme der Angeklagten mit seinem kleinen Team in Florida ein. Anstelle einer klassischen journalistischen Recherche erhält der Zuschauer ein erschütterndes Bild einer chaotischen Welt, in der fast jede Figur aus Wuornos’ Umfeld versucht, möglichst lukrative Filmrechte an ihrer Lebensgeschichte auszuhandeln. Broomfield filmt kaltblütig Interviews mit ihrem kontroversen Verteidiger Steven Glazer – einem Gitarre spielenden Marihuana-Liebhaber ohne Erfahrung in Mordfällen – sowie mit Arlene Pralle, einer christlichen Evangelikalen, die die erwachsene Wuornos während des Prozesses unerwartet adoptierte. Der Film enthüllt langsam das beunruhigende Bild eines Systems, in dem das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren völlig von Gier und Ruhmsucht überschattet wurde. Die Dokumentation ist ein hervorragendes Beispiel für den charakteristischen Stil von Nick Broomfield, der oft als Gonzo-Journalismus oder Direct Cinema bezeichnet wird. Der Regisseur versteckt sich nicht hinter der Kamera – er erscheint mit einem Angelmikrofon und riesigen Kopfhörern auf dem Kopf auf der Leinwand und zeigt offen die Schwierigkeiten der Produktion sowie den Widerstand seiner Gesprächspartner. Visuell arbeitet der Film mit rauem, fast aszetischem Bildmaterial, das die schwüle und provinzielle Atmosphäre Floridas in den 1990er-Jahren perfekt einfängt. Das Fehlen einer traditionellen Musikkomposition oder einer geglätteten Hollywood-Optik lässt die gesamte Geschichte außergewöhnlich authentisch und beängstigend wirken. „Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer“ gewann weltweit die Anerkennung der Kritiker und wurde zu einem Meilenstein in der Geschichte der True-Crime-Dokumentation. Indem der Film die Hintergründe von Korruption und Seelenlosigkeit der Justiz aufdeckte, veränderte er die Wahrnehmung des Falls Wuornos in der Öffentlichkeit nachhaltig. Er diente Charlize Theron als entscheidende Quelle für Archivmaterial, an dem sie sich bei der Vorbereitung auf ihre oscarprämierte Rolle im Drama „Monster“ aus dem Jahr 2003 orientierte. Für Broomfield selbst wurde die Dokumentation zum Beginn einer jahrelangen Faszination für das Schicksal der Verurteilten, was 2003 zur Fortsetzung mit dem Titel „Aileen: Life and Death of a Serial Killer“ führte.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Nick Broomfield

Nick Broomfield

Regie · Drehbuch

Foto – Barry Ackroyd

Barry Ackroyd

Kamera

Foto – David Bergeaud

David Bergeaud

Musik

Besetzung

Foto – Aileen Wuornos

Aileen Wuornos

als Self

Foto – Nick Broomfield

Nick Broomfield

als Self

Foto – Arlene Pralle

Arlene Pralle

als Self

Foto – Tyria Moore

Tyria Moore

als Self - Aileen's Girlfriend

Foto – Mike Reynolds

Mike Reynolds

als Self - Biographer

Foto – Steve Glazer

Steve Glazer

als Self - Lawyer

Foto – Merle Cannonball

Merle Cannonball

als Self - Bartender, Last Resort

Foto – Jesse 'The Human Bomb' Aviles

Jesse 'The Human Bomb' Aviles

als Self

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionChannel 4 Television
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsdatum1. November 1992
Laufzeit1h 27min
AltersfreigabeR
Budget–
Einspielergebnis–

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer“ wusstest

  • 01Nick Broomfield musste Tausende von Dollar an Personen aus dem Umfeld von Aileen Wuornos zahlen (darunter an ihren Anwalt und ihre Adoptivmutter), um Interviews führen zu können, was selbst zu einem der Hauptmotive des Films wurde, die die Kommerzialisierung des Falls verdeutlichen.
  • 02Charlize Theron sah sich diese Dokumentation während der Vorbereitung auf ihre Rolle als Aileen Wuornos im Drama „Monster“ (2003), für die sie einen Oscar gewann, intensiv an.
  • 03Regisseur Nick Broomfield kehrte 2003 zum Thema der Verurteilten zurück und drehte die Dokumentation „Aileen: Life and Death of a Serial Killer“, in der er vor ihrer Hinrichtung das letzte Interview mit ihr führte.
  • 04Wuornos’ Verteidiger Steve Glazer, der in der Dokumentation auftritt, hatte zuvor keinerlei Erfahrung in der Führung von Fällen mit drohender Todesstrafe.
  • 05Drei an den Ermittlungen gegen Wuornos beteiligte Polizeibeamte unterzeichneten noch vor Abschluss des Gerichtsverfahrens Verträge über den Verkauf der Filmrechte an ihrer Geschichte.

User-Kritiken

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