Cine Score
Sehr gut
105 Stimmen
auf einer Skala 1–10

1h 41min
Laufzeit
105
Zuschauerbewertungen
3
Auszeichnungen
Filmdaten zu „Ladybird Ladybird“
Produktionsjahr
1994
Bewertung
7.2/10
Anzahl Bewertungen
105
Genres
Drama
* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.
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2/2 FragenFilmbeschreibung zu „Ladybird Ladybird“
Maggie hat vier Kinder, von denen jedes einen anderen Vater hat. Als die Kinder bei einem Zimmerbrand beinahe ums Leben kommen, wird Maggie das Sorgerecht entzogen, und das Jugendamt nimmt der verzweifelten Mutter die Kinder weg. Ein liebe- und verständnisvoller neuer Partner – ein politischer Flüchtling aus Paraguay – gibt Maggie neue Hoffnung, aber auch die von ihm gezeugten beiden Kinder werden gleich nach der Geburt vom Jugendamt abgeholt ...
„Ladybird, Ladybird“ aus dem Jahr 1994 ist eines der ergreifendsten und kompromisslosesten Sozialdramen im Schaffen des britischen Meisters des engagierten Kinos, Ken Loach. Das von Rona Munro geschriebene Drehbuch basiert auf den wahren Erlebnissen einer Frau, die zum Opfer herzloser bürokratischer Verfahren wurde. Die Hauptfigur, Maggie Conlan, ist Mutter von vier Kindern aus Beziehungen mit verschiedenen, oft gewalttätigen Partnern. Als ihre Kinder infolge eines tragischen Unfalls – eines Brandes in einem Wohnheim – verletzt werden, erklärt das Jugendamt sie für erziehungsunfähig und nimmt ihr die Kinder weg. Maggie beginnt einen verzweifelten Kampf gegen die Staatsmaschinerie, und ein Hoffnungsschimmer wird für sie die Beziehung zu Jorge, einem politischen Flüchtling aus Paraguay, mit dem sie versucht, ein neues Zuhause aufzubauen. Ken Loach wendet hier konsequent seinen charakteristischen, hyperrealistischen Stil an, der als sozialer Realismus bezeichnet wird. Der Regisseur vermeidet billige Melodramatik oder Handlungserleichterungen – Maggie ist keine kristallklare, perfekte Figur, sondern eine verletzte, explosive und vom Leben gezeichnete Frau, was ihr Drama noch glaubwürdiger und komplexer macht. In der Rolle der Maggie glänzte die auf der Leinwand debütierende Crissy Rock, die zuvor als Bühnenkomikerin gearbeitet hatte. Ihre berührende, von rauem Emotionismus und Wut erfüllte schauspielerische Leistung wurde als eine der größten Errungenschaften des britischen Kinos der 1990er-Jahre anerkannt. Ihr zur Seite steht Vladimir Vega in der Rolle des zurückhaltenden, geduldigen Jorge, was einen ergreifenden Kontrast von Haltungen und Temperamenten schafft. Für die raue, unprätentiöse Kameraarbeit war Loachs langjähriger Weggefährte Brian Tufano verantwortlich, der mit viel Gefühl die kühle, oft bedrückende Atmosphäre der britischen Vororte und sterilen Behörden einfing. Die Musik von George Fenton ist äußerst sparsam eingesetzt und lässt Raum für authentische Emotionen und Dialoge. „Ladybird, Ladybird“ erlangte breite Anerkennung auf internationalen Filmfestivals, darunter bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin, wo Crissy Rock mit dem Silbernen Bären als Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Der Film bleibt bis heute eine der ergreifendsten Stimmen in der Diskussion über die Grenzen staatlicher Eingriffe in das Familienleben und die Herzlosigkeit des Sozialhilfesystems.
Besetzung & Stab
Wer hinter „Ladybird Ladybird“ steckt
Stab

Ken Loach
Regie

Rona Munro
Drehbuch

Barry Ackroyd
Kamera

George Fenton
Musik
Besetzung

Crissy Rock
als Maggie Conlan

Vladimir Vega
als Jorge

Sandie Lavelle
als Mairead

Mauricio Venegas
als Adrian

Ray Winstone
als Simon

Clare Perkins
als Jill

Jason Stracey
als Sean

Luke Brown
als Mickey
Technische Daten
Produktion & Details
Festivals & Auszeichnungen
Auszeichnungen für „Ladybird Ladybird“
Internationale Filmfestspiele Berlin · 1994
Silberner Bär für die beste Darstellerin (Crissy Rock)
gewonnen
Internationale Filmfestspiele Berlin · 1994
FIPRESCI-Preis
gewonnen
Internationale Filmfestspiele Berlin · 1994
Goldener Bär
nominierung
Internationales Filmfestival von Chicago · 1994
Silberner Hugo für die beste Darstellerin (Crissy Rock)
gewonnen
Fakten vom Set
Was du noch nicht über „Ladybird Ladybird“ wusstest
- 01Der Filmtitel bezieht sich auf einen beliebten englischen Kinderreim: „Ladybird, ladybird, fly away home, your house is on fire and your children are gone“.
- 02Die Hauptdarstellerin Crissy Rock hatte vor ihrer Besetzung im Film keinerlei Schauspielerfahrung – sie arbeitete hauptsächlich als Komikerin in Clubs (Stand-up).
- 03Das Drehbuch des Films basiert auf der wahren Geschichte einer Frau namens Sheila Harvey, mit der die Drehbuchautorin Rona Munro zahlreiche Interviews führte.
User-Kritiken
Kritiken zu „Ladybird Ladybird“
Was die Cinefy-Community über „Ladybird Ladybird“ (1994) sagt
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