Filmplakat Drecksau (2013)
KrimiDramaKomödieR

Drecksau

Filth

"Es ist Zeit, versaut zu sein"

2013 1h 37min Belgien Regie Jon S. Baird

Cine Score

6.8

Solide

1.929 Stimmen
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Filmplakat Drecksau

1h 37min

Laufzeit

1.929

Zuschauerbewertungen

3

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Drecksau“

Produktionsjahr

2013

Bewertung

6.8/10

Anzahl Bewertungen

1.929

Genres

Krimi, Drama, Komödie

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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2/2 Fragen

Filmbeschreibung zu „Drecksau“

Detective Sergeant Bruce Robertson ist depressiv, intrigant, versoffen und korrupt, schnupft Kokain und vögelt die Gattin seines Kollegen. Was soll die Polizei von Glasgow bloß mit einer Drecksau wie ihm machen? Befördern! Zumindest träumt er davon. Denn wenn er den jüngsten Mordfall löst und dadurch die Karriereleiter hochfällt, kehrt seine Frau zu ihm zurück. Bestimmt. Denkt er. Doch ist das Leben tatsächlich so leicht? Und ist Bruce wirklich der coole Typ, für den er sich hält? Die Antwort kennt nicht mal sein Psychiater.

„Drecksau“ aus dem Jahr 2013 unter der Regie von Jon S. Baird ist eine kompromisslose Adaption des bekannten und kontroversen gleichnamigen Romans von Irvine Welsh. Nach dem großen Erfolg der Verfilmung von „Trainspotting“ war die Übertragung eines weiteren Werks des schottischen Schriftstellers auf die Leinwand eine enorme filmische Herausforderung. Der Roman „Drecksau“ galt aufgrund seiner Vulgarität, seiner nichtlinearen Struktur und der düsteren Psyche des Hauptdarstellers als äußerst schwer zu adaptieren. Baird nahm sich dieser Aufgabe jedoch an und schuf ein Werk, das gekonnt freche schwarze Komödie mit einem ergreifenden psychologischen Drama verbindet. Die Hauptfigur des Films ist Bruce Robertson, dargestellt vom phänomenalen James McAvoy. Robertson ist ein Edinburger Polizeidetektiv und verkörpert geradezu alle erdenklichen Laster: Er ist gierig, rassistisch, misogyn und rücksichtslos. Als es in der Stadt zu einem brutalen Mord an einem japanischen Studenten kommt, ergibt sich die Chance auf die ersehnte Beförderung zum Inspektor. Bruce glaubt, dass die Ernennung allein ihm zusteht, und beginnt ein ausgeklügeltes, zerstörerisches Spiel, um seine Abteilungskollegen zu kompromittieren. Indem er Menschen manipuliert und mit den Geheimnissen anderer jongliert, verliert der Protagonist jedoch langsam den Bezug zur Realität. Hinter der Fassade von Zynismus und absoluter Kontrolle verbirgt sich ein Mann, der mit schweren psychischen Störungen kämpft und von Schuldgefühlen, Alkohol- und Drogensucht sowie unbehandelten Traumata geplagt wird. Die unbestreitbare Säule der gesamten Produktion ist die Darstellung von James McAvoy, die von vielen Kritikern als eine der wichtigsten und mutigsten Leistungen seiner Karriere angesehen wird. Der Schauspieler legte sein früheres Liebhaber-Image vollständig ab zugunsten einer abstoßenden und zugleich tragischen Figur. Im Ensemble stehen ihm hervorragende Nebendarsteller zur Seite, darunter Jamie Bell, Eddie Marsan, Imogen Poots, Shirley Henderson und Jim Broadbent. Visuell fängt der Film den instabilen psychischen Zustand des Protagonisten gekonnt ein – von den düsteren, klaustrophobischen Straßen Edinburghs bis hin zu grotesken und psychedelischen Halluzinationen. Abgerundet wird das Ganze durch eine stimmungsvolle Musik von Clint Mansell und einen präzise zusammengestellten Soundtrack aus Klassikern der Popularmusik. „Drecksau“ gewann die Anerkennung von Zuschauern und Kritikern, die nach mutigem, unvorhersehbarem Unabhängigkeitskino suchten. Der Film zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht versucht, das Verhalten des Hauptdarstellers auf einfache Weise zu rechtfertigen, sondern dem Zuschauer nach und nach den tragischen Hintergrund seines Absturzes offenbart. Es ist eine düstere, provokante Studie menschlicher Einsamkeit und des Wahnsinns, die gekonnt auf dem Grat zwischen Groteske und Tragödie balanciert.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Drecksau“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Jon S. Baird

Jon S. Baird

Regie

Foto – Irvine Welsh

Irvine Welsh

Drehbuch

Foto – Matthew Jensen

Matthew Jensen

Kamera

Foto – Clint Mansell

Clint Mansell

Musik

Besetzung

Foto – James McAvoy

James McAvoy

als Bruce

Foto – Jamie Bell

Jamie Bell

als Lennox

Foto – Eddie Marsan

Eddie Marsan

als Bladesey

Foto – Imogen Poots

Imogen Poots

als Drummond

Foto – Brian McCardie

Brian McCardie

als Gillman

Foto – Emun Elliott

Emun Elliott

als Inglis

Foto – Gary Lewis

Gary Lewis

als Gus

Foto – John Sessions

John Sessions

als Toal

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionEgoli Tossell Film
ProduktionslandBelgien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsdatum23. September 2013
Laufzeit1h 37min
AltersfreigabeR
Budget5 Mio. USD
Einspielergebnis9 Mio. USD

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Drecksau“

British Independent Film Awards (BIFA) · 2013

Bester Hauptdarsteller

gewonnen

British Independent Film Awards (BIFA) · 2013

Beste Regie

nominierung

British Independent Film Awards (BIFA) · 2013

Beste Nebendarstellerin

nominierung

BAFTA Awards, Scotland · 2014

Bester Darsteller – Film

gewonnen

BAFTA Awards, Scotland · 2014

Bester Spielfilm

nominierung

Empire Awards · 2014

Bester Hauptdarsteller

gewonnen

Empire Awards · 2014

Bester britischer Film

nominierung

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Drecksau“ wusstest

  • 01Der Autor der Romanvorlage, Irvine Welsh, gab in Interviews zu, dass James McAvoys Darbietung als Bruce Robertson seiner Meinung nach sogar noch besser war als Robert Carlyles kultige Rolle als Begbie im Film 'Trainspotting'.
  • 02Um einen physisch und psychisch ruinierten Alkoholiker überzeugend darzustellen, ernährte sich James McAvoy vor und während der Dreharbeiten von Fast Food und trank jeden Abend eine halbe Flasche Whiskey, um morgens natürliche Katersymptome zu haben.
  • 03Der Schriftsteller Irvine Welsh hat im Film einen kurzen Cameo-Auftritt als einer der Restaurantgäste.

Budget

5 Mio. USD

Einspielergebnis

9 Mio. USD

User-Kritiken

Kritiken zu „Drecksau“

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