Filmplakat Knallhart (2006)
DramaThriller12

Knallhart

2006 1h 38min Deutschland Regie Detlev Buck

Cine Score

6.8

Solide

59 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Knallhart

1h 38min

Laufzeit

59

Zuschauerbewertungen

5

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Knallhart“

Produktionsjahr

2006

Bewertung

6.8/10

Anzahl Bewertungen

59

Genres

Drama, Thriller

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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2/2 Fragen

Filmbeschreibung zu „Knallhart“

An seinem 15. Geburtstag muss Michael zusammen mit seiner Mutter Miriam die gemeinsame Wohnung im schicken Berlin-Zehlendorf verlassen, da diese von Miriams ehemaligen Liebhaber Dr. Peters finanziert wurde. Die beiden landen im rauen Stadtteil Neukölln, wo Erol und seine brutale Gang den Ton angeben. Hier ist die schiefe Bahn die Karriereleiter und so heuert Michael beim Drogenboss Hamal an, der ihm neben einem lukrativen Job auch Schutz vor Erols Gang bietet.

„Knallhart“ aus dem Jahr 2006 unter der Regie von Detlev Buck ist eines der kompromisslosesten und ergreifendsten deutschen Sozial- und Kriminaldramen des frühen 21. Jahrhunderts. Der Film basiert auf dem Roman von Gregor Tessnow und ist eine erschütternde Studie über das Heranwachsen in einem von Gewalt, Hilflosigkeit und Mangel an klaren Perspektiven geprägten Umfeld. Das Werk zeigt ungeschönt die brutale Realität der Berliner Armutsviertel sowie den drastischen, beschleunigten Prozess des Verlusts der kindlichen Unschuld. Die Hauptfigur der Geschichte ist der fünfzehnjährige Michael Polischka (gespielt vom Leinwand-Debütanten David Kross). Der Junge wächst an der Seite seiner attraktiven, aber emotional labilen und unreifen Mutter Miriam (Jenny Elvers-Elbertzhagen) auf. Als die Frau von ihrem wohlhabenden Partner brutal aus einer luxuriösen Villa geworfen wird, sind beide zu einer drastischen Änderung ihres bisherigen Lebensstils gezwungen. Sie ziehen aus dem ruhigen, reichen Stadtteil Zehlendorf in das gefährliche, multikulturelle Berlin-Neukölln. Für den bisher behütet aufgewachsenen Teenager erweist sich die neue Umgebung als brutaler Zusammenstoß mit den Gesetzen der Straße. Michael wird sofort zum Ziel einer aggressiven Jugendbande unter der Leitung des rücksichtslosen Erol, der ihn erpresst und Geld für sogenannten Schutz fordert. Auf der verzweifelten Suche nach Rettung vor dem täglichen Terror gerät der Junge unter die Fittiche des in der Hierarchie höher stehenden lokalen Bosses Hamal. Was zunächst wie eine Chance auf Rettung erscheint, erweist sich schnell als tödliche Falle – Michael wird als Drogenkurier in die rücksichtslosen Strukturen der organisierten Kriminalität hineingezogen. Regisseur Detlev Buck, der bis dahin vor allem mit leichtem Komödienrepertoire assoziiert wurde, überraschte Zuschauer und Kritiker mit einem rauen, realistischen Zugang zu dem schwierigen Stoff. Die Kameraarbeit von Kolja Brandt zeichnet sich durch eine kühle Farbpalette und eine dynamische Handkameraführung aus, was ein Gefühl von Klaustrophobie, Einsamkeit und ständiger Bedrohung im Großstadtdschungel erzeugt. Eine äußerst authentische Darbietung zeigte der junge David Kross, für den dieser Auftritt zur Eintrittskarte für eine internationale Karriere und die spätere Rolle im Hollywood-Film „Der Vorleser“ wurde. Exzellent zur Seite stehen ihm Jenny Elvers-Elbertzhagen und Erhan Emre. Abgerundet wird das Ganze durch den passenden Soundtrack von Bertram Denzel, der beunruhigende Illustrationstracks mit Hip-Hop verbindet. „Knallhart“ löste in Deutschland eine hitzige gesellschaftliche Diskussion über Integration, Ausgrenzung und Jugendkriminalität aus. Der Film gewann das Lob der Kritiker und eine Reihe von Auszeichnungen, darunter Preise auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin sowie die prestigiösen Deutschen Filmpreise (Deutscher Filmpreis).

Besetzung & Stab

Wer hinter „Knallhart“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Detlev Buck

Detlev Buck

Regie

Foto – Zoran Drvenkar

Zoran Drvenkar

Drehbuch

Foto – Kolja Brandt

Kolja Brandt

Kamera

Foto – Bert Wrede

Bert Wrede

Musik

Besetzung

Foto – David Kross

David Kross

als Michael Polischka

Foto – Jenny Elvers

Jenny Elvers

als Miriam Polischka

Foto – Erhan Emre

Erhan Emre

als Hamal

Foto – Oktay Özdemir

Oktay Özdemir

als Erol

Foto – Kida Khodr Ramadan

Kida Khodr Ramadan

als Barut

Foto – Arnel Taci

Arnel Taci

als Crille

Foto – Kai Michael Müller

Kai Michael Müller

als Matze

Foto – Hans Löw

Hans Löw

als Kommissar Gerber

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionBoje Buck Produktion GmbH
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsdatum9. März 2006
Laufzeit1h 38min
Altersfreigabe12
Budget–
Einspielergebnis–

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Knallhart“

Deutscher Filmpreis · 2006

Bester Spielfilm (Filmband in Silber)

gewonnen

Deutscher Filmpreis · 2006

Bester Schnitt

gewonnen

Deutscher Filmpreis · 2006

Beste Filmmusik

gewonnen

Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale) · 2006

FIPRESCI-Preis (Sektion Panorama)

gewonnen

Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale) · 2006

Label Europa Cinemas

gewonnen

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Knallhart“ wusstest

  • 01Für den Hauptdarsteller David Kross war dies das Leinwanddebüt. Der Schauspieler war erst 15 Jahre alt, als er nach einem offenen Casting für den Film engagiert wurde.
  • 02Das Drehbuch des Films basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Gregor Tessnow.
  • 03Die Dreharbeiten fanden an authentischen Schauplätzen im Berliner Stadtteil Neukölln statt, was den realistischen und geradezu dokumentarischen Charakter der Produktion verstärkte.
  • 04Regisseur Detlev Buck war vor diesem Projekt fast ausschließlich für die Inszenierung von Komödien bekannt, weshalb die Wahl eines düsteren Kriminaldramas als erhebliche Wende in seiner Karriere galt.

User-Kritiken

Kritiken zu „Knallhart“

Was die Cinefy-Community über „Knallhart“ (2006) sagt

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