Filmplakat OtherLife (2017)
Science FictionKrimiMysteryb/o

OtherLife

"A whole year in a minute"

2017 1h 36min AU Regie Ben C. Lucas

Cine Score

6.4/10

basierend auf 477 Stimmen

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1h 36min

Laufzeit

477

Zuschauerbewertungen

7

VOD-Plattformen

Filmdaten zu „OtherLife“

Produktionsjahr

2017

Bewertung

6.4/10

Anzahl Bewertungen

477

Genres

Science Fiction, Krimi, Mystery

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „OtherLife“

Ren Amari (Jessica De Gouw) ist die Erfinderin einer neuen, revolutionären Droge: OtherLife dehnt das Zeitempfinden aus und lässt direkt im Kopf des Einnehmenden eine virtuelle Realität entstehen. Wenige Sekunden fühlen sich an wie Stunden oder sogar Tage voller aufregender Abenteuer. Doch als Ren und ihre Kollegen die Droge auf den Markt bringen wollen, schreitet die Regierung ein und will OtherLife als radikale Lösung gegen die Überfüllung von Gefängnissen einsetzen. Ren wehrt sich dagegen – und findet sich ganz schnell selbst als Gefangene ihres eigenen Geistes wieder. Sie muss daraus entkommen, bevor sie vollständig verrückt wird und OtherLife wieder in ihre Hände bekommen, bevor Millionen andere dasselbe Schicksal erleiden…

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionTicket to Ride
ProduktionslandAU
Originalspracheen
Erscheinungsdatum16. Juni 2017
Laufzeit1h 36min
Altersfreigabeb/o
Budget
Einspielergebnis

Pressekritik · Tomasz Kożuch

7.5/10

Im Gefängnis des eigenen Geistes. Filmkritik zu „OtherLife“ von Ben C. Lucas

Der australische Konzept-Thriller von Ben C. Lucas beweist, dass die interessanteste Science-Fiction nicht in kostspieligen Effektlaboren entsteht, sondern an der Schnittstelle von wissenschaftlichem Idealismus und moralischer Unruhe. „OtherLife“ ist eine intime, aber äußerst elegante Zukunftsvision, in der der menschliche Geist zur ultimativen Falle wird.

Ben C. Lucas baut seinen Konzept-Thriller auf ein Fundament, das Liebhabern des modernen Science-Fiction-Kinos bestens vertraut ist, und nähert sich in der Prägnanz seiner Vision den besten Episoden des kultigen „Black Mirror“. Die Hauptfigur, die geniale Programmiererin Ren Amari, entwickelt eine biologische Substanz, die es ermöglicht, kondensierte virtuelle Erfahrungen direkt in das Gehirn einzuspielen. Für die Testperson dauert eine solche Episode gefühlt Tage oder Wochen, während in der realen Welt nur wenige Sekunden vergehen. Dem Regisseur gelingt es äußerst geschickt, die Intrigenspinne an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem Idealismus und rücksichtslosem geschäftlichem Pragmatismus zu entfalten. Lucas führt die Regie mit fester Hand in Richtung eines düsteren psychologischen Dramas und zeigt, wie eine edle Innovation zur Heilung von Traumata im Handumdrehen zu einem Unterdrückungsinstrument und einem potenziellen Allheilmittel für die Justiz wird.

In formaler Hinsicht bewahrt die Produktion eine bewundernswerte Zurückhaltung und verwandelt budgetäre Einschränkungen in einen unbestreitbaren ästhetischen Vorteil. Der Regisseur und sein Kameramann erschaffen eine sterile, geradezu klaustrophobische Atmosphäre in den Laborinnenräumen, in denen das Licht mit chirurgischer Präzision eingesetzt wird. Statt mit digitalem Feuerwerk zu klotzen, konzentriert sich das Objektiv der Kamera auf enge Nahaufnahmen von Gesichtern, subtile Details und Mikroexpressionen, was den Geisteszustand der in der Falle ihres eigenen Nervensystems gefangenen Figuren perfekt widerspiegelt. Eine Schlüsselrolle spielt hier auch der Schnitt – durch abrupte Schnitte und sprunghafte Manipulationen der Raumzeit lassen die Macher uns die Wahrnehmungsstörung der Protagonistin beinahe physisch spüren. Abgerundet wird diese hypnotisierende Inszenierung durch einen zurückhaltenden Soundtrack, der mit beunruhigenden, pulsierenden Tönen eine Atmosphäre zunehmender Paranoia und Orientierungslosigkeit aufbaut.

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