Filmplakat Beware the Slenderman (2016)
DokumentarfilmKrimi12

Beware the Slenderman

"On May 31st, 2014, in the woods outside of Waukesha, Wisconsin, two 12-year old girls stabbed their classmate 19 times. This is the true story of what drove them to do it."

2016 1h 55min Vereinigte Staaten Regie Irene Taylor

Cine Score

6.5

Solide

268 Stimmen
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Filmplakat Beware the Slenderman

1h 55min

Laufzeit

268

Zuschauerbewertungen

9

VOD-Plattformen

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Filmdaten zu „Beware the Slenderman“

Produktionsjahr

2016

Bewertung

6.5/10

Anzahl Bewertungen

268

Genres

Dokumentarfilm, Krimi

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „Beware the Slenderman“

Der Mythos des Slenderman begeistert eine ganze Internet-Gemeinde. Dem Einfluss seiner Faszination konnten sich auch zwei US-amerikanische Schulmädchen nicht entziehen. Um den Slenderman zu beeindrucken, gingen sie 2014 im Wald mit einem Messer auf eine zwölfjährige Freundin los. 19 mal stachen sie auf das Mädchen ein und ließen sie zum Sterben im Wald zurück. Das Opfer konnte jedoch überleben und heute stehen die Täterinnen vor Gericht. Die Dokumentation befasst sich im Wesentlichen mit dem Prozess der beiden jungen Mädchen und dem Einfluss des unüberwachten Internets auf Kinder.

Im Jahr 2014 wurde die kleine Stadt Waukesha im US-Bundesstaat Wisconsin von einer unvorstellbaren Tragödie erschüttert. Zwei zwölfjährige Mädchen, Morgan Geyser und Anissa Weier, lockten ihre gleichaltrige Freundin Payton Leutner in einen Wald und fügten ihr neunzehn Messerstiche zu. Das Opfer überlebte diesen brutalen Angriff wie durch ein Wunder. Das Motiv der Angreiferinnen war der Wunsch, Slenderman zu gefallen – einer fiktiven Gestalt aus Internet-Horrorgeschichten (sogenannten Creepypastas). Der von Irene Taylor Brodsky inszenierte und für HBO produzierte Dokumentarfilm „Beware the Slenderman“ aus dem Jahr 2016 analysiert diese dramatischen Ereignisse eingehend und wirft wichtige Fragen über den Einfluss der digitalen Welt auf die empfänglichen Geisteshaltungen heranreifender Kinder auf. Der Film konzentriert sich nicht nur darauf, den Ablauf des Verbrechens selbst zu schildern, sondern vor allem auf dessen psychologische und soziale Hintergründe. Die Regisseurin blickt mit großer Behutsamkeit und ohne wohlfeile Sensationslust auf die Familien der Täterinnen, die zu verstehen versuchen, wie ihre Töchter zu einem so drastischen Schritt fähig sein konnten. Die Dokumentation untersucht das allmähliche Verschwimmen der Grenzen zwischen Realität und Fiktion in den Köpfen der Mädchen, bei denen später schwere psychische Störungen (darunter Schizophrenie bei einer von ihnen) diagnostiziert wurden. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, authentische Aufnahmen von Polizeiverhören, Gerichtssaalmaterial sowie ergreifende, ehrliche Interviews mit den Eltern von Morgan und Anissa zu sehen. In formaler Hinsicht zeichnet sich „Beware the Slenderman“ durch eine beklemmende und beunruhigende Atmosphäre aus. Die Kameraarbeit stellt die idyllischen Landschaften einer US-amerikanischen Vorstadt der düsteren, dunklen Welt der Internetmythen gegenüber. Die von Benoit Charest komponierte Musik verleiht dem Ganzen einen subtilen, aber unheilvollen Ton und verstärkt den Eindruck der Isolation und Entfremdung der jungen Hauptfiguren. Der Film verwebt geschickt Archivmaterial mit Aufnahmen von Memes, Computergrafiken und Online-Creepypastas, was es dem Publikum ermöglicht, in die visuelle Welt einzutauchen, in der sich die Teenager bewegten. Die Premiere der Dokumentation auf dem Festival South by Southwest (SXSW) im März 2016 sowie die spätere Ausstrahlung auf HBO lösten eine breite Diskussion über die Verantwortung von Eltern für die Online-Aktivitäten ihrer Kinder aus. „Beware the Slenderman“ ist eine bewegende und zutiefst menschliche Studie über die moderne Angst vor dem unkontrollierten Einfluss neuer Technologien. Die Filmemacher geben keine einfachen Antworten und demonisieren nicht die sozialen Medien an sich, sondern zeigen das komplexe Geflecht von Faktoren – von psychischen Erkrankungen bis hin zur sozialen Isolation im digitalen Zeitalter –, das zu der Tragödie in Wisconsin führte.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Beware the Slenderman“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Irene Taylor

Irene Taylor

Regie

Foto – Nick Midwig

Nick Midwig

Kamera

Foto – Benoît Charest

Benoît Charest

Musik

Besetzung

Foto – Morgan Geyser

Morgan Geyser

als Self

Foto – Anissa Weier

Anissa Weier

als Self

Foto – Payton Leutner

Payton Leutner

als Self (archive footage)

Foto – Angie Geyser

Angie Geyser

als Self

Foto – William Weier

William Weier

als Self

Foto – Michael O. Bohren

Michael O. Bohren

als Self

Foto – Michelle Trussoni

Michelle Trussoni

als Self

Foto – Kristi Weier

Kristi Weier

als Self

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionVermilion Films
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsdatum11. März 2016
Laufzeit1h 55min
Altersfreigabe12
Budget–
Einspielergebnis–

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Beware the Slenderman“ wusstest

  • 01Die Weltpremiere des Films fand am 11. März 2016 auf dem Festival South by Southwest (SXSW) in Austin, Texas, statt.
  • 02Die Regisseurin Irene Taylor Brodsky verbrachte mehr als anderthalb Jahre mit den Familien beider Mädchen und dokumentierte ihr Leben sowie den Gerichtsprozess.
  • 03In der Dokumentation wurden originale, über zehnstündige Aufnahmen der Polizeiverhöre von Morgan Geyser und Anissa Weier verwendet, die direkt nach ihrer Festnahme aufgezeichnet wurden.
  • 04Payton Leutner, das Opfer des Angriffs, überlebte die Attacke, weil es ihr nach dem Fortgehen der Täterinnen gelang, aus dem Wald auf einen nahegelegenen Radweg zu krabbeln, wo sie von einem vorbeifahrenden Radfahrer gefunden wurde.

User-Kritiken

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