Filmplakat Heimweh nach den Sternen (2010)
DokumentarfilmΚ

Heimweh nach den Sternen

Nostalgia de la luz

"Astronomers and Archaeologists - Two sides of the same coin"

2010 1h 33min Chile Regie Patricio Guzmán

Cine Score

7.4

Sehr gut

169 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Heimweh nach den Sternen

1h 33min

Laufzeit

169

Zuschauerbewertungen

1

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Heimweh nach den Sternen“

Produktionsjahr

2010

Bewertung

7.4/10

Anzahl Bewertungen

169

Genres

Dokumentarfilm

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „Heimweh nach den Sternen“

In Chile's Atacama Desert, astronomers peer deep into the cosmos in search for answers concerning the origins of life. Nearby, a group of women sift through the sand searching for body parts of loved ones, dumped unceremoniously by Pinochet's regime.

Die Atacama-Wüste im Norden Chiles ist ein Ort von außergewöhnlichen natürlichen Eigenschaften. Aufgrund der ungewöhnlichen Klarheit der Luft, des Fehlens von Feuchtigkeit und der vernachlässigbaren Lichtverschmutzung ist sie einer der besten Orte der Erde zur Beobachtung des Weltraums. Genau dort wurden mächtige astronomische Observatorien gebaut, in denen Wissenschaftler aus aller Welt in die Vergangenheit des Universums blicken und das Licht aus den fernsten Galaxien erforschen. Doch dieselbe trockene Erde birgt eine völlig andere Geschichte – die schmerzhafte Erinnerung an die tragische politische Vergangenheit Chiles unter der Diktatur von General Augusto Pinochet. In der Dokumentation „Nostalgie des Lichts“ webt der herausragende chilenische Regisseur Patricio Guzmán diese zwei scheinbar weit voneinander entfernten Realitäten zu einem ergreifenden Filmessay zusammen. Einerseits beobachtet er Astronomen auf der Suche nach Antworten auf Fragen zum Ursprung der Materie und des Kosmos. Andererseits gibt er einer Gruppe von Frauen eine Stimme, die seit Jahrzehnten die sonnenverbrannte Wüste nach den Gebeinen ihrer Angehörigen durchkämmen – politischer Gefangener, die vom Militärregime im Gebiet des Lagers Chacabuco ermordet und versteckt wurden. Guzmán erschafft eine ergreifende Metapher: Sowohl der ferne Kosmos als auch die unter der Erde ruhenden Knochen sind ein Zeugnis der Vergangenheit, deren Verständnis entscheidend für die menschliche Identität ist. Guzmáns Regiestil basiert auf einer poetischen Off-Narrativierung, behutsam geführten Interviews und einem meditativen Tempo. Die Kameraarbeit von Katell Djian begeistert durch den visuellen Kontrast zwischen dem gigantischen Ausmaß des Kosmos und den Sandkörnern sowie winzigen Fragmenten menschlicher Knochen. Nahaufnahmen der Oberflächenkrater des Mondes wechseln sich mit Aufnahmen anatomischer Strukturen und der rauen Landschaft der Atacama ab. Der zurückhaltende Soundtrack unterstützt diese ruhige Atmosphäre und gibt dem Zuschauer Raum für eine tiefe Reflexion über die Themen Erinnerung, Zeit, Vergänglichkeit und Trauer. „Nostalgie des Lichts“ feierte seine Premiere auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2010 und erlangte sofort weltweite Anerkennung bei den Kritikern. Der Film gilt als eines der wichtigsten Werke des zeitgenössischen Dokumentarkinos. Er bildet den ersten Teil von Guzmáns monumentaler Trilogie über die chilenische Geografie und das historische Gedächtnis, zu der auch die späteren Werke „Der Perlknopf“ und „Die Kordillere der Träume“ gehören. Es ist ein berührender Traktat über das Bedürfnis nach Wissen und den Respekt vor der Geschichte – sowohl jener, die in den Sternen geschrieben steht, als auch jener, die in der Erde begraben liegt.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Heimweh nach den Sternen“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Patricio Guzmán

Patricio Guzmán

Regie · Drehbuch

Foto – Katell Djian

Katell Djian

Kamera

Foto – Miguel Miranda

Miguel Miranda

Musik

Besetzung

Foto – Gaspar Galaz

Gaspar Galaz

als Himself - Astronomer

Foto – Lautaro Núñez

Lautaro Núñez

als Himself - Archeologist

Foto – Luís Henríquez

Luís Henríquez

als Himself

Foto – Miguel

Miguel

als Himself - Architect

Foto – Victor Gonzalez

Victor Gonzalez

als Himself - Engineer

Foto – Vicky Saaveda

Vicky Saaveda

als Herself

Foto – Violeta Berrios

Violeta Berrios

als Herself

Foto – George Preston

George Preston

als Himself - Astronomer

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionBlinker Filmproduktion
ProduktionslandChile
OriginalspracheSpanisch
Erscheinungsdatum27. Oktober 2010
Laufzeit1h 33min
AltersfreigabeΚ
Budget–
Einspielergebnis–

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Heimweh nach den Sternen“

Europäischer Filmpreis · 2010

Bester Dokumentarfilm

gewonnen

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Heimweh nach den Sternen“ wusstest

  • 01Der Film ist der erste Teil einer Dokumentarfilm-Trilogie von Patricio Guzmán, in der der Regisseur Elemente der Geografie und Natur Chiles mit den Traumata der politischen Geschichte des Landes verbindet (die folgenden Teile sind „Der Perlknopf“ aus dem Jahr 2015 und „Die Kordillere der Träume“ aus dem Jahr 2019).
  • 02Aufgrund des extrem trockenen Klimas der Atacama-Wüste zersetzten sich die Leichen der vom Pinochet-Regime Ermordeten nicht vollständig, sondern mumifizierten, was Angehörigen die Identifizierung nach Jahren erleichterte.
  • 03Regisseur Patricio Guzmán fungiert persönlich als Erzähler des Films und führt den Zuschauer durch persönliche Überlegungen zu Erinnerung und Kindheit in Chile.
  • 04Die offizielle Weltpremiere des Films fand in der Sektion der Sondervorführungen (Séances Spéciales) bei den 63. Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Mai 2010 statt.

User-Kritiken

Kritiken zu „Heimweh nach den Sternen“

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