Filmplakat Un mundo maravilloso (2006)
KomödieDramab/o

Un mundo maravilloso

"A day of being rich is better... than a life of being poor!"

2006 1h 58min Mexiko Regie Luis Estrada

Cine Score

7.7

Sehr gut

116 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Un mundo maravilloso

1h 58min

Laufzeit

116

Zuschauerbewertungen

2

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Un mundo maravilloso“

Produktionsjahr

2006

Bewertung

7.7/10

Anzahl Bewertungen

116

Genres

Komödie, Drama

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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2/2 Fragen

Filmbeschreibung zu „Un mundo maravilloso“

A fairy tale about the political and socioeconomic realities of Mexico.

„Un mundo maravilloso“ (Eine wunderbare Welt) unter der Regie von Luis Estrada aus dem Jahr 2006 ist eine messerscharfe mexikanische Tragikomödie und schwarze politische Komödie, die einen weiteren wichtigen Schritt im Schaffen des mexikanischen Regisseurs darstellt. Der Film fügt sich in Estradas berühmte Reihe soziopolitischer Satiren ein, die mit dem aufsehenerregenden Werk „La ley de Herodes“ (1999) begann und in späteren Werken wie „El infierno“ (2010) oder „La dictadura perfecta“ (2014) fortgesetzt wurde. Der Regisseur nimmt auf kompromisslose Weise einmal mehr die Absurditäten der mexikanischen Politikszene, die Scheinheiligkeit der Behörden und die durch die neoliberale Erfolgspropaganda und die Medien geschaffene Fiktion aufs Korn. Die Hauptfigur der Geschichte ist Juan Pérez (gespielt vom hervorragenden Damián Alcázar), ein armer und obdachloser Mann, der am Rande der Gesellschaft in Mexiko lebt. Ein zufälliges Ereignis verändert sein Schicksal vollkommen – auf der Suche nach einem sicheren Schlafplatz klettert Juan auf das Gesims des Wolkenkratzers World Trade Center. Presse und Fernsehen interpretieren diese Situation sofort als Selbstmordversuch aus Protest gegen die extreme Armut. Der Vorfall löst einen großen politischen Skandal aus und gefährdet das Ansehen der Regierung, die öffentlich verkündet, dass das Problem der Armut im Land vollständig gelöst sei. Um die Sache zu vertuschen und der Gesellschaft zu beweisen, dass es „in Mexiko keine Armut gibt“, beschließt der Wirtschaftsminister, Juan zu bestechen. Der Obdachlose erhält ein Haus, ein Auto und erhebliche finanzielle Mittel und wird so zum lebenden Beweis für den angeblichen Erfolg der Regierungsreform. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass diese künstlich erschaffene Paradieswelt ihren brutalen Preis hat. Die Struktur des Films erinnert an ein groteskes Märchen und ein bitteres Moralstück, in dem das klassische Motiv „vom Tellerwäscher zum Millionär“ auf den Kopf gestellt wird. Estrada arbeitet gekonnt mit Kontrasten – er stellt die extreme Armut der Slums dem kitschigen Prunk der politischen Eliten gegenüber. Die Kameraarbeit von Javier Aguirresarobe unterstreicht die visuelle Trennung zwischen den beiden Welten, während die Musik von Santiago Ojeda den spöttischen Charakter der gesamten Geschichte verstärkt. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Leistung von Damián Alcázar, der Komik perfekt mit der tragischen Dimension der Figur des kleinen Mannes verbindet, der in der politischen Maschinerie verloren ist. „Un mundo maravilloso“ stieß in Mexiko bei Publikum und Kritikern auf Anerkennung als treffende, wenn auch zugespitzte sozioökonomische Diagnose. Der Film gewann mexikanische Ariel-Preise unter anderem für die besten Kostüme und die besten Spezialeffekte. Bis heute bleibt Estradas Werk eines der interessantesten Beispiele der modernen mexikanischen Filmsatire, das die Mechanismen zur Erschaffung politischer Fiktion offenlegt.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Un mundo maravilloso“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Luis Estrada

Luis Estrada

Regie

Foto – Jaime Sampietro

Jaime Sampietro

Drehbuch

Foto – Patrick Murguia

Patrick Murguia

Kamera

Foto – Santiago Ojeda

Santiago Ojeda

Musik

Besetzung

Foto – Damián Alcázar

Damián Alcázar

als Juan Perez

Foto – Cecilia Suárez

Cecilia Suárez

als Rosita

Foto – Ernesto Gómez Cruz

Ernesto Gómez Cruz

als Compadre Filemón

Foto – Jesús Ochoa

Jesús Ochoa

als El Tamal

Foto – Silverio Palacios

Silverio Palacios

als El Azteca

Foto – Antonio Serrano

Antonio Serrano

als Ministro

Foto – Jorge Zárate

Jorge Zárate

als Lalo, Secretario Particular

Foto – José María Yázpik

José María Yázpik

als Asesor Financiero

Technische Daten

Produktion & Details

ProduktionslandMexiko
OriginalspracheSpanisch
Erscheinungsdatum17. März 2006
Laufzeit1h 58min
Altersfreigabeb/o
Budget–
Einspielergebnis–

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Un mundo maravilloso“

Ariel Awards, Mexiko · 2007

Beste Kostüme (Mejor Vestuario)

gewonnen

Ariel Awards, Mexiko · 2007

Beste Spezialeffekte (Mejores Efectos Especiales)

gewonnen

Ariel Awards, Mexiko · 2007

Beste Filmmusik (Mejor Música Original)

nominierung

Ariel Awards, Mexiko · 2007

Bestes Szenenbild (Mejor Diseño de Arte)

nominierung

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Un mundo maravilloso“ wusstest

  • 01Der Film ist der zweite Teil von Luis Estradas berühmter Reihe politischer Satiren, zu der auch die Produktionen „La ley de Herodes“ (1999), „El infierno“ (2010), „La dictadura perfecta“ (2014) und „¡Que viva México!“ (2023) gehören.
  • 02Die Hauptrolle übernahm Damián Alcázar, der Lieblingsschauspieler des Regisseurs Luis Estrada, der in fast allen seinen politischen Satiren die Hauptfiguren spielte.
  • 03Der Titel des Films spielt ironisch auf die Propaganda-Slogans der Regierung an, die behaupten, das Problem der Armut im Land sei erfolgreich beseitigt worden.
  • 04Der visuelle Stil des Films und das überspitzte Szenenbild erinnern bewusst an ein modernes, schwarzes Märchen für Erwachsene.

User-Kritiken

Kritiken zu „Un mundo maravilloso“

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