Filmplakat Un pays qui se tient sage (2020)
Dokumentarfilm16

Un pays qui se tient sage

2020 1h 26min Frankreich Regie David Dufresne

Cine Score

7.3

Sehr gut

57 Stimmen
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Filmplakat Un pays qui se tient sage

1h 26min

Laufzeit

57

Zuschauerbewertungen

1

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Un pays qui se tient sage“

Produktionsjahr

2020

Bewertung

7.3/10

Anzahl Bewertungen

57

Genres

Dokumentarfilm

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

Streaming · VOD · Deutschland

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* Daten zur Verfügbarkeit: JustWatch über TMDB. Cinefy verlinkt nicht auf illegale Quellen.

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2/2 Fragen

Filmbeschreibung zu „Un pays qui se tient sage“

As anger and resentment grow in the face of social inequalities, many citizens-led protests are being repressed with an ever-increasing violence. In this documentary, David Dufresne gathers a panel of citizens to question, exchange and confront their views on the social order and the legitimacy of the use of force by the State.

„Un pays qui se tient sage“ (international unter dem Titel „The Monopoly of Violence“ vertrieben) ist ein erschütternder und zutiefst durchdachter Dokumentarfilm aus dem Jahr 2020, Regie führte der französische Journalist, Schriftsteller und New-Media-Schaffende David Dufresne. Der Film greift das äußerst brisante und hochaktuelle Thema der Gewaltanwendung durch die Ordnungskräfte in Frankreich auf und konzentriert sich insbesondere auf die Ereignisse im Zusammenhang mit den Massenprotesten der „Gelbwesten“-Bewegung (Gilets jaunes), die das Land an der Wende der Jahre 2018 und 2019 erschütterten. Der Titel des Films stellt eine fundamentale Frage nach den Grenzen der moralischen und rechtlichen Legitimation staatlicher Gewalt in einem modernen demokratischen Staat. Das formale Konzept der Dokumentation basiert auf der Konfrontation authentischer Videoaufnahmen mit deren lebendiger Interpretation. David Dufresne trug ein reichhaltiges Archivmaterial zusammen, das aus Smartphone-Aufnahmen von Demonstrationsteilnehmern, zufälligen Zeugen und unabhängigen Reportern besteht. Diese brutalen und unzensierten Aufnahmen zeigen drastische Straßenkämpfe, den Einsatz von Tränengas, LBD-Waffen sowie zahlreiche Fälle schwerer Verletzungen bei den Protestierenden. Anstelle einer traditionellen Sprechernarration lädt der Regisseur sehr unterschiedliche Gesprächspartner in ein steriles Studio mit Projektionsfläche ein und schafft so einen Raum für Diskussionen. Vor der Kamera nehmen Personen mit völlig unterschiedlichen Sensibilitäten und gesellschaftlichen Positionen Platz – von Opfern von Polizeieinsätzen und ihren Angehörigen über Juristen, Soziologen, Philosophen und Historiker bis hin zu Vertretern von Polizeigewerkschaften und den Einsatzkräften selbst. Beim gemeinsamen Betrachten derselben Videomaterialien analysieren die Teilnehmer diese live. Die Dokumentation bezieht sich direkt auf die berühmte soziologische Theorie von Max Weber, der zufolge der Staat das Monopol auf die legitime Anwendung physischer Gewaltsamkeit besitzt. Der Film untersucht, was passiert, wenn dieses Monopol von den Bürgern nicht mehr als funktionierend und legitim wahrgenommen wird, sondern wie eine unkontrollierte Unterdrückung zu wirken beginnt. Die visuelle Seite des Films ist asketisch und ausgewogen – dynamische, chaotische Aufnahmen aus den Straßen kontrastieren mit der kühlen, reflektierten Atmosphäre des geschlossenen Studios, in dem Gesichter, Emotionen und Argumente der Gesprächspartner im Mittelpunkt stehen. „Un pays qui se tient sage“ löste in Frankreich und auf internationalen Festivals eine enorme öffentliche Debatte aus und wurde zu einer der wichtigsten Stimmen in der Diskussion über den Zustand der modernen Demokratie, die Versammlungsfreiheit und die Grenzen der Exekutive. Dufresnes Werk wurde für seine Präzision, das Fehlen von billigem Sensationsjournalismus sowie den Mut zu schwierigen Fragen geschätzt.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Un pays qui se tient sage“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – David Dufresne

David Dufresne

Regie · Drehbuch

Foto – Edmond Carrère

Edmond Carrère

Kamera

Besetzung

Foto – Arié Alimi

Arié Alimi

als Self

Foto – Myriam Ayad

Myriam Ayad

als Self

Foto – Ludivine Bantigny

Ludivine Bantigny

als Self

Foto – Benoît Barret

Benoît Barret

als Self

Foto – Taha Bouhafs

Taha Bouhafs

als Self

Foto – William Bourdon

William Bourdon

als Self

Foto – Anthony Caillé

Anthony Caillé

als Self

Foto – Bertrand Cavallier

Bertrand Cavallier

als Self

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionLe Bureau
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsdatum30. September 2020
Laufzeit1h 26min
Altersfreigabe16
Budget–
Einspielergebnis–

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Un pays qui se tient sage“

Prix Lumières · 2021

Bester Dokumentarfilm

gewonnen

César · 2021

Bester Dokumentarfilm

nominierung

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Un pays qui se tient sage“ wusstest

  • 01Vor der Realisierung des Films führte Regisseur David Dufresne auf Twitter das beliebte Projekt „Allo Place Beauvau“, in dem er Fälle von Polizeigewalt während der Proteste der „Gelbwesten“ akribisch dokumentierte und meldete, wobei er in seinen Beiträgen das Konto des französischen Innenministeriums markierte.
  • 02Die theoretische Hauptachse des Films bildet die berühmte Definition des Staates, die 1919 von dem deutschen Soziologen Max Weber formuliert wurde und vom „Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit“ spricht.

User-Kritiken

Kritiken zu „Un pays qui se tient sage“

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