Cine Score
Sehr gut
262 Stimmen
auf einer Skala 1–10

1h 56min
Laufzeit
262
Zuschauerbewertungen
2
Auszeichnungen
Filmdaten zu „Zero Days“
Produktionsjahr
2016
Bewertung
7.4/10
Anzahl Bewertungen
262
Genres
Dokumentarfilm
* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.
Streaming · VOD · Deutschland
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* Daten zur Verfügbarkeit: JustWatch über TMDB. Cinefy verlinkt nicht auf illegale Quellen.
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2/2 FragenFilmbeschreibung zu „Zero Days“
2010 machen Sicherheitsexperten eine unheimliche Entdeckung. Ein hochkomplexer Computerwurm namens STUXNET verbreitet sich mit noch nie gesehener Aggressivität auf der ganzen Welt. Was die Forscher noch nicht ahnen: Sie sind auf den geheimen Prototypen einer neuen Generation von Kriegswaffen der CIA und des Mossads gestoßen. Cyberwaffen, deren reale Zerstörungskraft allein mit der von Atombomben vergleichbar ist – und deren Verbreitung außer Kontrolle gerät…
Im Jahr 2010 machte die weltweite Cybersicherheitsbranche eine schockierende Entdeckung. Experten stießen auf einen extrem komplexen Computercode namens Stuxnet, der sich grundlegend von bisher bekannten Viren unterschied. Er wurde nicht entwickelt, um persönliche Daten zu stehlen oder Geld zu erpressen – sein einziges Ziel war die physische Zerstörung von Industrieinfrastruktur. Der Oscar-prämierte Dokumentarfilmer Alex Gibney beschloss, dieser beunruhigenden Geschichte auf den Grund zu gehen. Der Film „Zero Days“ aus dem Jahr 2016 ist eine gründliche journalistische Recherche, die Licht auf die Geheimoperation namens „Olympic Games“ wirft – ein gemeinsames Unternehmen des US-amerikanischen und israelischen Geheimdienstes mit dem Ziel, das iranische Atomprogramm zu verzögern, ohne einen traditionellen Krieg erklären zu müssen. Gibneys Film führt den Zuschauer durch die faszinierenden Kulissen der Entdeckung von Stuxnet und lässt die Analysten der Firma Symantec, Liam O'Murchu und Eric Chien, zu Wort kommen, die als Erste die außergewöhnliche Komplexität dieser digitalen Waffe entschlüsselten. Die Macher enthüllen nach und nach weitere Ebenen der geopolitischen Intrige und zeigen, wie die Schadsoftware die Computer in der iranischen Urananreicherungsanlage in Natanz infizierte und zur Beschädigung der dortigen Zentrifugen führte. Das eigentliche Drama beginnt jedoch in dem Moment, als eine unkontrollierte Version des Codes aus dem geschlossenen Netzwerk der Anlage entweicht und sich auf Servern weltweit verbreitet. Die Dokumentation wirft fundamentale Fragen über den Mangel an rechtlichen Regulierungen im Cyberspace und das enorme Risiko auf, das mit der Geheimhaltung von Cyberwaffen verbunden ist. Alex Gibney beweist einmal mehr, dass er ein Meister des geopolitischen Dokumentarthrillers ist. Präziser Schnitt, ein dynamisches Tempo und Interviews mit führenden Experten, ehemaligen Regierungsbeamten und Militärs bauen eine dichte Atmosphäre der Unruhe auf. Ein äußerst einfallsreicher stilistischer Kniff ist die Erschaffung der Figur eines „NSA-Whistleblowers“ – einer Synthese aus den Aussagen mehrerer anonymer Informanten des US-Geheimdienstes. Diese Rolle übernahm die Schauspielerin Joanne Tucker, deren Gesicht mithilfe digitaler visueller Effekte, die an Computercode erinnern, verändert wurde. Die düstere, pulsierende Musik von Will Bates und Peter Nashel ergänzt die innovative visuelle Gestaltung perfekt und unterstreicht den ungreifbaren Charakter der beschriebenen Bedrohung. „Zero Days“ stieß bei Kritikern auf sehr begeisterte Resonanz und feierte seine Premiere im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Er wurde vor allem für seinen Mut bei der Behandlung eines schwierigen Themas sowie für die Fähigkeit gelobt, sehr komplexe technologische Fragen verständlich zu erklären. Gibneys Werk bleibt bis heute eine der wichtigsten Dokumentationen über den modernen digitalen Krieg, die vor dem Öffnen der Büchse der Pandora und dem Beginn eines unkontrollierten Wettrüstens im virtuellen Raum warnt.
Besetzung & Stab
Wer hinter „Zero Days“ steckt
Stab

Alex Gibney
Regie · Drehbuch

Antonio Rossi
Kamera

Will Bates
Musik
Besetzung

Yossi Melman
als Self

Ralph Langner
als Self

Emad Kiyaei
als Self

Richard A. Clarke
als Self

Eric Chien
als Self

Liam O'Murchu
als Self

George W. Bush
als Self (archive footage)

Hillary Clinton
als Self (archive footage)
Technische Daten
Produktion & Details
Festivals & Auszeichnungen
Auszeichnungen für „Zero Days“
Internationale Filmfestspiele Berlin · 2016
Goldener Bär – Bester Film
nominierung
Writers Guild of America Award · 2017
Bestes Dokumentarfilmdrehbuch
gewonnen
Peabody Award · 2017
Bester Dokumentarfilm
gewonnen
Fakten vom Set
Was du noch nicht über „Zero Days“ wusstest
- 01Der Titel des Films bezieht sich auf sogenannte 'Zero-Day-Exploits' (Zero-Day-Lücken) – zuvor unbekannte Softwarefehler, für die die Hersteller noch keine Sicherheits-Patches bereitgestellt haben.
- 02Die Figur des anonymen NSA-Whistleblowers wurde digital generiert. Sie wurde von der Schauspielerin Joanne Tucker gespielt, die Worte sprach, die eine Kompilation von Aussagen mehrerer echter US-Geheimdienst-Informanten darstellten; ihr Gesicht wurde mit einem digitalen Effekt überlagert, der an Computercode erinnert.
- 03Die Cybersicherheitsexperten von Symantec, Eric Chien und Liam O'Murchu, verbrachten viele Monate mit dem Reverse Engineering des Stuxnet-Virus, was einen der Hauptstränge der Ermittlungen im Film bildet.
- 04Die Weltpremiere des Films fand 2016 im Hauptwettbewerb der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt.
- 05Stuxnet war die erste bekannt gewordene Schadsoftware der Geschichte, die reale, physische Schäden in der realen Welt verursachte (indem sie Zentrifugen zur Urananreicherung beschädigte).
Budget
–
Einspielergebnis
110 Tsd. USD
User-Kritiken
Kritiken zu „Zero Days“
Was die Cinefy-Community über „Zero Days“ (2016) sagt
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