Filmplakat Ich habe meinen Körper verloren (2019)
AnimationDramaFantasy16

Ich habe meinen Körper verloren

J'ai perdu mon corps

"An extraordinary journey in self-discovery."

2019 1h 21min Frankreich Regie Jérémy Clapin

Cine Score

7.5

Sehr gut

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Filmplakat Ich habe meinen Körper verloren

1h 21min

Laufzeit

1.344

Zuschauerbewertungen

5

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Ich habe meinen Körper verloren“

Produktionsjahr

2019

Bewertung

7.5/10

Anzahl Bewertungen

1.344

Genres

Animation, Drama, Fantasy

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „Ich habe meinen Körper verloren“

In diesem preisgekrönten Animationsfilm sucht eine abgetrennte Hand in Paris ihren Eigentümer. Abenteuer, eine junge Liebe und Kindheitserinnerungen treffen aufeinander.

Der französische Animationsfilm „Ich habe meinen Körper verloren“ (Orig. J'ai perdu mon corps) aus dem Jahr 2019 unter der Regie von Jérémy Clapin ist ein außergewöhnliches und mutiges Werk, das weltweiten Beifall von Kritikern und Publikum erhielt. Das Drehbuch des Films basiert auf dem Roman „Happy Hand“ von Guillaume Laurant, der direkt mit dem Regisseur zusammenarbeitete, um diese ungewöhnliche und vielschichtige Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Der Film folgt zwei parallelen, aufwändig miteinander verwobenen Erzählsträngen. Einerseits entkommt eine abgetrennte männliche Hand aus einem medizinischen Labor und durchquert das gefährliche, moderne Paris mit dem Ziel, sich um jeden Preis wieder mit ihrem Körper zu verbinden. Andererseits erlebt der Zuschauer die berührende Geschichte von Naoufel, einem jungen Einwanderer aus Nordafrika. Der Junge, der als Kind davon träumte, Pianist und Astronaut zu werden, lebt nach dem tragischen Verlust seiner Eltern in Isolation und verdient sich sein Geld als eher ungeschickter Pizzabote. Ein zufälliges Gespräch über die Gegensprechanlage mit einem Mädchen namens Gabrielle wird für ihn zum Wendepunkt und Impuls für den Versuch, sein Schicksal zu ändern. Jérémy Clapin schuf eine äußerst sensorische Welt, in der sich der raue Realismus der Pariser Straßen mit der fast surrealen Atmosphäre der wandernden Hand verbindet. Die Macher nutzten eine einzigartige Technik, die dreidimensionale Animation mit traditioneller, zweidimensionaler Zeichnung kombiniert. Der Einsatz der Blender-Software ermöglichte den Aufbau einer räumlichen Kulisse, auf die anschließend manuell ausgearbeitete Texturen aufgetragen wurden, was dem Bild eine organische, malerische Textur verlieh. Die Kamera nimmt sehr häufig die direkte Perspektive der Hand selbst ein. Dies zwingt den Zuschauer zum tiefen Mitempfinden von Berührung, der Textur von Gegenständen, Kälte sowie den Mikrogefahren des Großstadtdschungels – wie dem Kampf gegen einen Taubenschwarm, aggressiven Ratten in der U-Bahn oder dem Überqueren einer befahrenen Straße –, was eine ständige Spannung und eine außergewöhnliche Intimität erzeugt. Ein äußerst wichtiges Element des Films ist die meisterhafte Tonspur und die Musikkomposition von Dan Levy. Der Komponist kombinierte pulsierende elektronische Klänge mit zarten Streichinstrumenten und schuf so einen hypnotischen, nostalgischen Soundtrack. Die Musik harmoniert perfekt mit der stummen, entschlossenen Reise der Hand und den inneren Konflikten des Hauptdarstellers. In der französischen Originalfassung liehen Hakim Faris (Naoufel) und Victoire Du Bois (Gabrielle) den Figuren ihre Stimmen. Ihre zurückhaltenden, natürlichen Sprecherleistungen verliehen den Figuren Authentizität und eine tiefe emotionale Geladenheit, wobei übermäßiger Dramatismus vermieden wurde. „Ich habe meinen Körper verloren“ ist eine ergreifende und reife Geschichte über Verlust, die Unausweichlichkeit des Schicksals und die Suche nach der eigenen Identität, die gewohnte Schemata des Animationskinos bricht. Der Film ging als der erste abendfüllende Animationsfilm in die Geschichte ein, der den prestigeträchtigen Grand Prix in der Sektion Semaine de la Critique bei den Filmfestspielen von Cannes gewann. Das Werk wurde auch von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences gewürdigt und erhielt eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Animationsfilm sowie zwei französische Césars. Clapins Werk bleibt eine der innovativsten und berührendsten Errungenschaften des modernen europäischen Animationsfilms.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Ich habe meinen Körper verloren“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Jérémy Clapin

Jérémy Clapin

Regie

Foto – Guillaume Laurant

Guillaume Laurant

Drehbuch

Foto – Dan Levy

Dan Levy

Musik

Besetzung

Foto – Hakim Faris

Hakim Faris

als Naoufel (voice)

Foto – Victoire du Bois

Victoire du Bois

als Gabrielle (voice)

Foto – Patrick d'Assumçao

Patrick d'Assumçao

als Gigi (voice)

Foto – Alfonso Arfi

Alfonso Arfi

als Young Naoufel (voice)

Foto – Hichem Mesbah

Hichem Mesbah

als The Father (voice)

Foto – Myriam Loucif

Myriam Loucif

als The Mother (voice)

Foto – Bellamine Abdelmalek

Bellamine Abdelmalek

als Raouf (voice)

Foto – Maud Le Guénédal

Maud Le Guénédal

als Librarian (voice)

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionStudio Xilam
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsdatum6. November 2019
Laufzeit1h 21min
Altersfreigabe16
Budget–
Einspielergebnis–

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Ich habe meinen Körper verloren“

Oscar · 2020

Bester Animationsfilm

nominierung

César · 2020

Bester Animationsfilm

gewonnen

César · 2020

Beste Filmmusik

gewonnen

Annie Awards · 2020

Bester Independent-Animationsfilm

gewonnen

Annie Awards · 2020

Bestes Drehbuch in einem Animationsfilm

gewonnen

Annie Awards · 2020

Beste Musik in einem Animationsfilm

gewonnen

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Ich habe meinen Körper verloren“ wusstest

  • 01Der Film basiert auf dem Roman „Happy Hand“ (frz. L'homme d'équipage) von Guillaume Laurant, der zuvor als Ko-Autor des Drehbuchs für den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ bekannt wurde.
  • 02Die Produktion ging als erster abendfüllender Animationsfilm in die Geschichte der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ein, der den Grand Prix in der Sektion Semaine de la Critique (Kritikerwoche) gewann.
  • 03Zur Erstellung der 3D-Modelle wurde die Open-Source-Software Blender verwendet, auf die anschließend handgezeichnete 2D-Texturen aufgetragen wurden, um den charakteristischen, klassischen Animationslook zu erzielen.
  • 04In der englischen Synchronfassung liehen unter anderem Dev Patel (als Naoufel) und Alia Shawkat (als Gabrielle) den Hauptfiguren ihre Stimmen.

User-Kritiken

Kritiken zu „Ich habe meinen Körper verloren“

Was die Cinefy-Community über „Ich habe meinen Körper verloren“ (2019) sagt

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