Filmplakat Wenn Katelbach kommt (1966)
ThrillerKomödieKrimiDrama16

Wenn Katelbach kommt

Cul-de-sac

"Sometimes there’s nothing left to do but laugh!"

1966 1h 53min Vereinigtes Königreich Regie Roman Polański

Cine Score

6.7

Solide

312 Stimmen
auf einer Skala 1–10

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Filmplakat Wenn Katelbach kommt

1h 53min

Laufzeit

312

Zuschauerbewertungen

1

Auszeichnungen

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Filmdaten zu „Wenn Katelbach kommt“

Produktionsjahr

1966

Bewertung

6.7/10

Anzahl Bewertungen

312

Genres

Thriller, Komödie, Krimi, Drama

* Die technischen Daten stammen aus der Filmdatenbank und werden bei jeder Aktualisierung des Katalogs überprüft.

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Filmbeschreibung zu „Wenn Katelbach kommt“

Zwei geflohene Verbrecher dringen in die Einsamkeit eines nordenglischen Inselschlosses ein, das von einem skurrilen Ehepaar - dem alten George und der viel jüngeren Teresa - bewohnt wird. Während man vergeblich auf das Eintreffen des Gangsterbosses Katelbach wartet, entspinnt sich ein makabres Spiel um Macht und Abhängigkeit, bis der Hausherr den Terror eher zufällig mit einem Gewaltakt beendet.

„Wenn Katelbach kommt“ (Originaltitel „Cul-de-sac“) aus dem Jahr 1966 ist der dritte Langfilm von Roman Polański, der kurz nach dem kommerziellen und künstlerischen Erfolg von „Ekel“ in Großbritannien entstand. Das gemeinsam mit dem langjährigen Co-Autor des Regisseurs, Gérard Brach, geschriebene Drehbuch greift Motive psychologischer Bedrängnis, des Absurden sowie komplexer Macht- und Unterwerfungsspiele wieder auf. Die Handlung des Films spielt in einer rauen, von der Außenwelt abgeschnittenen mittelalterlichen Burg auf der englischen Insel Holy Island, wo der Lebensrhythmus der Protagonisten durch die zyklischen Gezeiten von Ebbe und Flut bestimmt wird. In der Burg lebt ein eigenwilliges Ehepaar: George (Donald Pleasence), ein verweichlichter und exzentrischer Mann im reiferen Alter, der seine gut gehende Fabrik verkauft hat, um sich der Malerei zu widmen, und seine deutlich jüngere, emanzipierte französische Ehefrau Teresa (Françoise Dorléac). Ihr monotoner und von Spannungen geprägter Alltag ändert sich schlagartig, als zwei auf der Flucht vor der Polizei befindliche Gangster auf der Insel auftauchen – der schwer verletzte Albie sowie der raue, dominante Dickey (Lionel Stander). Nach einer Autopanne, verursacht durch die steigende Flut, suchen die Verbrecher Zuflucht auf dem Anwesen, wo sie auf das Eintreffen ihres mysteriösen Chefs Katelbach warten und das Leben der Bewohner in Chaos und Gefahr stürzen. Polański verbindet im Film meisterhaft Elemente des Psychothrillers, der schwarzen Komödie und des absurden Theaters, das spürbar von der Dramatik Samuel Becketts inspiriert ist, insbesondere von dem Stück „Warten auf Godot“. Das Gefühl der Entfremdung und die beklemmende Atmosphäre werden durch die herausragenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Gilbert Taylor verstärkt, die die Einsamkeit der Figuren vor dem Hintergrund einer kargen, windigen Landschaft zeigen. Eine äußerst wichtige Rolle spielt auch der experimentelle Jazz-Soundtrack von Krzysztof Komeda. Hervorzuheben sind die prägnanten schauspielerischen Leistungen, allen voran Donald Pleasence, der ein ergreifendes Porträt männlicher Hilflosigkeit und Neurose schafft. Die Dreharbeiten zu „Wenn Katelbach kommt“ auf der Insel Lindisfarne waren von zahlreichen organisatorischen Schwierigkeiten, schlechtem Wetter und Konflikten zwischen dem Regisseur und den Darstellern geprägt. Trotz dieser Komplikationen fand das Endergebnis große Anerkennung bei den Kritikern und brachte Polański den Hauptpreis bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin ein. Heute gilt „Wenn Katelbach kommt“ als eines der kompromisslosesten, eigenständigsten und stilistisch reifsten Werke aus der Frühphase des schaffenden polnischen Regisseurs.

Besetzung & Stab

Wer hinter „Wenn Katelbach kommt“ steckt

Filmschaffende

Stab

Foto – Roman Polański

Roman Polański

Regie

Foto – Gérard Brach

Gérard Brach

Drehbuch

Foto – Gilbert Taylor

Gilbert Taylor

Kamera

Foto – Krzysztof Komeda

Krzysztof Komeda

Musik

Besetzung

Foto – Lionel Stander

Lionel Stander

als Richard

Foto – Donald Pleasence

Donald Pleasence

als George

Foto – Françoise Dorléac

Françoise Dorléac

als Teresa

Foto – Jack MacGowran

Jack MacGowran

als Albie

Foto – Iain Quarrier

Iain Quarrier

als Christopher

Foto – Jacqueline Bisset

Jacqueline Bisset

als Jacqueline

Foto – Renée Houston

Renée Houston

als Christopher's Mother

Foto – William Franklyn

William Franklyn

als Cecil

Technische Daten

Produktion & Details

Studio / ProduktionTekli British Productions
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsdatum17. Juni 1966
Laufzeit1h 53min
Altersfreigabe16
Budget135 Tsd. USD
Einspielergebnis–

Festivals & Auszeichnungen

Auszeichnungen für „Wenn Katelbach kommt“

Internationale Filmfestspiele Berlin · 1966

Goldener Bär (Bester Film)

gewonnen

Fakten vom Set

Was du noch nicht über „Wenn Katelbach kommt“ wusstest

  • 01Der Film wurde an Originalschauplätzen auf der Insel Lindisfarne (Holy Island) in der Grafschaft Northumberland sowie in Lindisfarne Castle gedreht.
  • 02Die Dreharbeiten waren aufgrund der Besonderheiten der Insel extrem kräftezehrend – bei Flut wurde die einzige Zufahrtsstraße vollständig überschwemmt, wodurch das Team vom Festland abgeschnitten war.
  • 03Françoise Dorléac, die Darstellerin der Teresa, war privat die ältere Schwester von Catherine Deneuve. Die Schauspielerin kam ein Jahr nach der Premiere des Films tragisch bei einem Autounfall ums Leben.
  • 04Lionel Stander, der den Gangster Dickey spielte, stand in der McCarthy-Ära wegen des Verdachts auf kommunistische Ansichten viele Jahre lang auf der Schwarzen Liste von Hollywood.
  • 05Die Filmmusik stammte von dem polnischen Komponisten und Jazzpianisten Krzysztof Komeda, der in dieser Phase von Polańskis Karriere regelmäßig mit ihm zusammenarbeitete.
  • 06Das Drehbuch bedient sich reichlich aus der Strömung des absurden Theaters, insbesondere aus dem Werk von Samuel Beckett und seinem Stück „Warten auf Godot“.

Budget

135 Tsd. USD

Einspielergebnis

–

User-Kritiken

Kritiken zu „Wenn Katelbach kommt“

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